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	<title>Einblick &#8211; Familien Alltag</title>
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		<title>Interview Pflegekinder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2021 11:28:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<strong>Leben mit Pflegekindern</strong>
Wir durften eine Familie mit Pflegekindern besuchen. Hier das Interview...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-3266"  class="panel-layout" ><div id="pg-3266-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-3266-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-3266-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-3266-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-3266-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-3266-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<h2>Der Alltag mit Pflegekinder</h2>
<p>Liebe Christel,<span class="tm5"> </span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5">klasse, dass wir einen kleinen Einblick in das Leben einer Großfamilie mit Pflegekindern bekommen dürfen.<br />
</span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5">Dann wollen wir auch gleich mal loslegen 😉</span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5"><strong><em>1. Wie viele Kinder hast Du und wie alt sind sie?</em></strong><br />
Aus erster Ehe habe ich drei Kinder. Heute sind sie 53, 50 und 43 Jahre alt. Als die Jüngste 16 Jahre alt war, beschlossen wir ein Pflegekind zu uns zu holen. Der Junge war 2 Jahre alt. Dieser große Kerl ist jetzt 29 Jahre alt. Nach einiger Zeit kam dann Pflegekind Nummer zwei. Die junge Dame ist jetzt 25 Jahre alt.</span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5"><strong><em>2. Wie entstand bei Euch der Wunsch Pflegekinder in Eure Familie mit aufzunehmen?</em></strong><br />
</span><span class="tm5">Meine zweite Ehe ist kinderlos, meine Kleinste war sechs Jahre alt, als wir heirateten. Als sie 16 war, die beider älteren Kids waren schon ausgezogen, wurde mir, ehrlich gesagt, langweilig. Ich habe schon immer mit Kindern ein besonderes Verhältnis gehabt. Wir bewohnten ein Einfamilienhaus mit viel Platz, einen großen Garten und einigen leeren Zimmern. </span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5"><strong><em>3. Wie ist eigentlich der Ablauf, wenn man sich für ein Pflegekind entscheidet?</em></strong><br />
</span><span class="tm5">Damals war es so, dass wir uns beim zuständigen Jugendamt vorgestellt haben, eine Mitarbeiterin besuchte uns zu Hause und führte ein langes Gespräch mit uns.</span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5">Ich weiß, dass es heute nicht mehr so geht. Auch meine Tochter hat sich für ein Pflegekind beworben, sie musste an Seminaren teilnehmen und steht heute auf einer Warteliste, da sich durch Corona die Situation verändert hat. (Mehrarbeit) </span></p>
<p class="Normal"><strong><em><span class="tm5">4. Welche Herausforderungen musstet Ihr damals im Alltag stemmen in Bezug auf Vorgeschichte und familiäre Verhältnisse der Pflegekinder? Langzeitpflege oder Kurzzeitpflege?<br />
</span></em></strong><span class="tm5">Wir sind ohne Vorurteile gut mit den Eltern unseres Pflegesohnes ausgekommen. Sogar die Großeltern haben ihn regelmäßig bei uns besucht. Irgendwann ging dann ihre Ehe zu Bruch und sie ließen sich nicht mehr blicken. Zu den Großeltern haben wir heute noch Kontakt.</span></p>
<p>Bei unserer Pflegetochter war es nicht so einfach, sie war vier Jahre alt und wir haben sie aus einer anderen Pflegefamilie herausgeholt. Dort war sie seit ihrem zweiten Lebensjahr und hat wohl nichts gutes erlebt. Sie leidet heute unter Borderline und lässt sich behandeln. Ihre Mutter tauchte kurz auf, als sie 11 Jahre alt war, verschwand dann nach einigen Wochen wieder. Leider gab das Jugendamt ihr, trotz Warnungen, dass es dem Kind nicht guttat, die Erlaubnis, mit ihr etwas zu unternehmen. Mit ihr alleine hat sie dann gegen alle Auflagen verstoßen und die Kleine in einen Gewissenskonflikt gebracht.</p>
<p>Zeitpflegekinder hatten wir auch einige, beim Ersten musste die Mutter wegen einer Behinderung eine Kur machen, die zweite Maus kam öfter, sie war fünf, ihre Mutter alkoholabhängig und sie wurde uns gebracht, wenn Mama mal wieder aufgegriffen wurde. Dann gab es noch einen Jungen, der halt diesen Teddy mitbrachte, der mich zum Schreiben gebracht hat. Mit allen Eltern sind wir gut ausgekommen, war wahrscheinlich Glück.</p>
<p class="Normal"><span class="tm5"><strong><em>5. Haben sich die Geschwister untereinander gut verstanden? Gab es Konflikte?</em></strong><br />
</span><span class="tm5">Unsere Pflegekinder nennen sich heute noch Schwester und Bruder, Konflikte gab es erst, als sie anfingen flügge zu werden und das Mädel sich falsche Freunde aussuchte.</span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5"><strong><em>6. Welche Hilfe konntet Ihr bzw. habt Ihr in Anspruch genommen?</em></strong><br />
Hilfe in dem Sinne bekamen wir nicht, es gab viermal im Jahr ein sogenanntes Hilfeplangespräch, darin wurde dokumentiert, welche Fortschritte die Kinder gemacht hatten, und was noch in Angriff genommen werden musste.</span></p>
<p>Da war z.B. die Sache mit dem Kindergarten: Wir bezahlten für den Jungen die Beiträge. Als das Mädchen in den Kindergarten kam, wurden wir darauf hingewiesen, dass das Jugendamt diese Beiträge übernimmt. Auf meinen Hinweis, dass wir das nicht wussten und nun schon zwei Jahre bezahlt hatten, bekamen wir nur die Antwort, selber Schuld - rückwirkend bezahlen wir nichts.</p>
<p>Auch sind wir zweimal im Jahr mit den Kindern in den Urlaub gefahren, irgendwann erzählte uns eine Mitarbeiterin, das wir auch dafür Unterstützung hätten beantragen können. Ich will damit sagen, Hilfe in dem Sinne kam keine. Mit dem Mädchen wollte ich, nachdem die Mutter verschwunden war, zum Psychologen. Auf meine Anfrage hin bekam ich eine Liste mit der Aufforderung mir einen auszusuchen.</p>
<p class="Normal"><span class="tm5"><strong><em>7. Mit welchen Problemen hatten Eure Pflegekinder im Alltag zu kämpfen?</em></strong><br />
</span><span class="tm5">Ich glaube nicht, dass sie Probleme mit anderen Menschen hatten, weil sie Pflegekinder waren. Der Junge hatte so seine Probleme mit seiner Vergesslichkeit, wir nehmen an, dass der Alkoholkonsum seiner Mutter darauf Einfluss hatte.</span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5"><strong><em>8. Hat die Familie noch Kontakt zueinander? Wie können wir uns ein heutiges Treffen vorstellen? Was hat Corona mit Euch gemacht?</em></strong><br />
</span><span class="tm5">Ja, es besteht Kontakt mit allen Beteiligten. Meine Kinder sehen meine Pflegekinder, als ihre Geschwister an.</span></p>
<p class="Normal"><span class="tm5">Der Junge hat noch engen Kontakt zu seinem Opa, die Oma ist vor kurzen gestorben und der Opa ist daher fast jeden Tag bei ihnen. Inzwischen ist er verheiratet und hat eine einjährige Tochter. Er geht seine leibliche Mutter besuchen, die in einem Pflegeheim lebt. Auch seine Großmutter mütterlicherseits hat noch Kontakt zu ihm und uns.</span></p>
<p>Das Mädel hat eine Tochter, ist jetzt wieder schwanger, erwartet Zwillinge. Sie kommt uns regelmäßig besuchen, pflegt aber zu ihrer Familie keine Verbindungen. Sie hatte kurzfristig Kontakt zu ihrer Mutter, diese hat sie böse ausgenutzt, auf ihren Namen Handyverträge gemacht und sie dann damit sitzen lassen.</p>
<p>Von Corona haben wir uns nicht beeinflussen lassen. Da meine Enkelkinder fast im gleichen Alter und die besten Freunde sind. Wenn heute alle zusammensitzen beginnen viele Gespräche mit: weißt du noch, es endet meistens mit dem Eingeständnis kleinerer Streiche und viel Gelächter.</p>
<p class="Normal"><span class="tm5"><strong><em>9. Was kannst Du anderen Eltern mit auf dem Weg geben, wenn sie überlegen ein Pflegekind aufzunehmen?</em></strong><br />
</span><span class="tm5">Wenn die Einstellung stimmt, und man nicht davon ausgeht, dass es sich um einen Job handelt, kann ich nur sagen, dass es Freude macht. Man sollte möglichst unvoreingenommen an die Menschen herangehen, viele Eltern haben selber schlimmes erlebt und sind gar nicht in der Lage anders zu handeln. Aber, wie du siehst, es ist eine Lebensaufgabe, die nicht mit dem 18ten Lebensjahr aufhört.</span></p>
<p><em><strong>Vielen lieben Dank für das tolle interview! Ich finde die Geschichte sehr bewegend. Geht es Euch auch so?</strong></em></p>
</div>
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		<title>Die erste Zeit mit einem Frühchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jun 2021 07:38:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<strong>Die erste Zeit mit einem Frühchen</strong>
Ein kleiner Einblick in die ersten Wochen nach der Geburt eines zu früh geborenen Babys]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-3218"  class="panel-layout" ><div id="pg-3218-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-3218-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-3218-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-3218-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-3218-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-3218-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<h2 class="Normal">Die erste Zeit mit einem Frühchen</h2>
<p class="Normal">Liebe Leser,</p>
<p class="Normal">heute möchte ich Euch einen kleinen (okay - der Artikel ist eindeutig etwas länger geworden, als ich vorgehabt hatte) Einblick geben, wie wir als Frühchen-Eltern die ersten Wochen nach der Geburt erlebt haben.</p>
<h4>Die Vorgeschichte</h4>
<p class="Normal">2014 habe ich meinen Sohn durch eine Infektion und vorzeitige Wehen in der 23. SSW verloren. Und auch die nächste Schwangerschaft 2015 mit meiner Tochter gestaltete sich als sehr schwierig. Bereits ab der 23. SSW lag ich 2,5 Wochen im Krankenhaus, wurde auf Medikamente gegen vorzeitige Wehen eingestellt und habe mir die Gebärmutter zunähen lassen (Cerclage), um einer Gebärmutterhalsverkürzung entgegen zu wirken. Auch zu Hause musste ich viel liegen und durfte kaum die eigenen vier Wände verlassen, noch nicht mal das Sofa. Nach weiteren Krankenhausaufenthalten wurde in der 35. SSW festgestellt, dass meine Fruchtblase bereits Wasser verlor. Von der Geburt und von den darauffolgenden Wochen möchte ich gerne etwas erzählen. Vielleicht hilft es weiteren Frühchen Eltern, die mit ähnlichen Erlebnissen konfrontiert wurden.</p>
<h4 class="Normal">Kleine Warnung vorab:</h4>
<p class="Normal">Ich erzähle von einigen Details der Geburt, aber auch von den Erlebnissen auf der Frühchenstation. Bitte überlegt euch genau, ob ihr in der Lage seid, diesen Artikel zu lesen. Gerade Tatsachenberichte stellen uns manchmal vor eine emotionale Herausforderung, so geht es mir zu mindestens.</p>
<h4 class="Normal">Täglich grüßt das Krankenhaus</h4>
<p class="Normal">Ich lag wieder mal in einem 4-Bett-Zimmer im Krankenhaus. Die vorzeitigen Wehen waren in der 35. SSW schlimmer geworden und nun behielt man mich zur Beobachtung im Klinikum. Mein Gemüt war sehr melancholisch, denn die Ärzte haben durchblicken lassen, dass ich hier wahrscheinlich die nächsten 3 Wochen bleiben müsste. Sie wollten die Medikamente wieder erhöhen, um die vorzeitigen Wehen zu senken. Jeder Tag wäre ein Geschenk fürs Kind, so sagte man mir ständig.</p>
<p class="Normal">Doch in dieser Umgebung kam ich alles andere als zur Ruhe. Bei einer Vollbelegung war im Zimmer immer was los, ob Tag oder Nacht. Ob Visite, Untersuchungen, Patientenwechsel oder einfach nur der Redebedarf mancher Schwangeren. Schlaf und Ruhe war wirklich ein Luxus. Zumal die wehenhemmenden Medikamente alle 4 Stunden eingenommen werden mussten. Und natürlich hatten wir Schwangeren im Zimmer nicht die gleiche Intervallzeit. So klingelte ständig der Wecker. Trotzdem begann ich mich langsam mit der Situation abzufinden, doch da bemerkte ich kurz nach 21 Uhr leichte Blutungen. Alarmiert rief ich die Schwestern, die mich zugleich dem Kreißsaal überstellten. Dort wurde ein Abstrich gemacht, ob ich bereits Fruchtwasser verlor. Dann hieß es erst mal warten.</p>
<h4 class="Normal">Was passiert hier...</h4>
<p class="Normal">Im Rollstuhl sitzend befand ich mich auf dem Flur der Kreißsaal Station und beobachtete auf einmal, wie die Assistenzärztin mit dem Teststreifen Richtung Schwesternzimmern düste. Durch die Glasscheiben konnte ich sehen, wie sie mit ihren Kollegen diskutierte und dann plötzlich das Telefon zückte.</p>
<p class="Normal">Meine Hände begannen zu schwitzen und ich rutschte unruhig auf dem Rollstuhl hin und her. Was hatte das zu bedeuten? Nach 10 Minuten kam die Ärztin endlich aus dem Schwesternzimmer und sprach mit mir. Sie würden die Cerclage nun öffnen und schauen, ob die Geburt beginnt. Anscheinend sei die Fruchtblase gerissen. Als ich entgegnete, dass mein Kind sich in der Beckenendlage befand und sich noch nicht gedreht hatte, ging die Assistenzärztin erst mal wieder weg, um mit der Oberärztin zu telefonieren. Weitere 10 Minuten verstrichen bis sie endlich wieder kam.</p>
<p class="Normal">„Wir werden jetzt einen Kaiserschnitt machen. In einer halben Stunde geht es los.“</p>
<h4 class="Normal">Die Geburt</h4>
<p class="Normal">WOW. Ich hatte kaum Zeit zum Nachdenken. Da kamen die Hebammen und Schwestern auch schon. Bereiteten mich für eine Spinalanästhesie vor.<br />
Kennt ihr das Gefühl? Ihr wartet elend lange auf die Geburt und könnt es kaum erwarten, doch wenn der Zeitpunkt gekommen ist, dann habt ihr auf ein mal Panik? So ging es mir. Was würde mich erwarten? War ich bereit jetzt Mutter zu werden?</p>
<p class="Normal">Kurz bevor ich in den OP-Saal geschoben wurde, kam mein Mann dazu. Ein Glück hatte er es noch rechtzeitig geschafft, nur wenige Minuten bevor es los ging.<br />
Nach dem Einleiten der Spinalanästhesie kam ich in den OP-Kreißsaal  und vor meinem Gesicht wurde ein Tuch ausgebreitet. Die Arme und Hände wurden seitlich fixiert, aber wenigstens durfte mein Mann mir die Hand halten. Der Moment ist wirklich schwer zu beschreiben. Man ist aufgeregt, leichte Übelkeit gesellt sich dazu. Mein Mann sah auch schon mal besser aus. Ich muss aber dazu sagen, dass die Atmosphäre mit den Hebammen und Ärztinnen allerdings ganz toll war. Das half einem sehr, die Situation zu meistern.</p>
<p class="Normal">Schließlich ging es los. Ich hörte ein „klatsch“ Geräusch, wie als würde ein Wasserballon platzen. Dann spürte ich auf ein Mal einen sehr starken Ruck in meinem ganzen Körper. Meine Luft wurde abgeschnürt und ich dachte, man zieht mir meine inneren Organe raus. Das ist nicht bei jedem Kaiserschnitt der Fall, meine Tochter lag nur sehr ungünstig, wohlgemerkt. Doch dann war der Ruck vorbei. Und plötzlich hörte ich das schönste Geräusch meines Lebens. Das Schreien meines eigenen Kindes.</p>
<h4 class="Normal">Der erste Kontakt</h4>
<p class="Normal">Die erste Geburt meines Sohnes verlief still, weil er nicht die Kraft hatte zu weinen und kurze Zeit später verstarb. Das war für mich sehr traumatisch gewesen, um so glücklicher war ich, als unsere Tochter das ganze Zimmer zusammen schrie. Und wie. Die Tränen liefen mir die Wange herunter. Und dann kam ein weiterer Satz einer Schwester:<br />
„Oh guck mal die vielen Haare.“ Man hörte ein <em><span class="tm5">Ah</span></em> und <em><span class="tm5">Oh</span></em> von den Ärztinnen und Schwestern. Nervös ruckelte ich an den Fixierungen. „Ich will auch mein Kind sehen.“ sagte ich innerlich. Es dauerte eine Weile, weil zunächst die Kinderärzte das Baby entgegen nahmen. Dann durfte ich meine kleine süße Tochter, die bereits in einer Decke eingemummt war, für 10 Sekunden anschauen, ihr ein Küsschen auf die Wange geben und dann wurde sie auf die Frühchenstation weggebracht. Mein Mann musste den OP wieder verlassen, damit ich zugenäht werden konnte.<br />
Nebenbei telefonierte die eine Schwester mit dem Reinigungspersonal, um es zu delegieren, den OP Raum sauber zu machen, damit er für die nächste Patientin frei wird. Die Gedanken, die man dabei hatte sind wirklich schwer zu beschreiben. Man fühlte sich wie in einer anderen Welt.</p>
<h4 class="Normal">Warten, warten, warten</h4>
<p class="Normal">Schließlich wurde ich noch zur Beobachtung in den Kreißsaal geschoben. Der Raum war so ruhig. Die Geburt war vorbei, aber ich war ohne Kind. Wieder ein mal. Ich wusste, sie war in guten Händen, aber über ihren Gesundheitszustand wusste ich nichts. Mein Mann blieb noch bei mir, auch er durfte erst kurz nach Mitternacht zur Frühchenstation in die benachbarte Klinik rüber. Erst in der Nacht und als ich bereits wieder in das 4-Bett-Zimmer geschoben wurde, bekam ich von meinem Mann eine SMS, dass es unserer Tochter gut ging. Und dann hieß es warten.</p>
<p class="Normal">Ich war nun Mutter. Aber es fühlte sich überhaupt nicht so an. Wieder lag ich hier in einem Krankenzimmer ohne Kind. Und ich konnte noch nicht mal mit irgendjemandem reden, weil alle schliefen. Die Anästhesie ließ langsam nach und ich spürte nun langsam die Kaiserschnittnarbe. Das war grauenvoll. Sehnsüchtig wartete ich auf die Visite um 7 Uhr, die mir mitteilte, dass ich erst zu meinem Kind kann, wenn ich aufgestanden war und der Blasenkatheter entfernt wurde. Und dazu musste erst mal eine Schwester Zeit haben, was derzeit nicht der Fall war. Was? Weiter warten? Ich verstand die Welt nicht mehr.</p>
<h4 class="Normal">Na endlich...</h4>
<p class="Normal">Um 9 Uhr kam mein Mann und endlich um kurz nach halb 10 Uhr half mir eine Schwester aufzustehen. Der Schmerz war schlimm, richtig schlimm, aber ich biss die Zähne zusammen, ging sogar unter die Dusche, um mir das Desinfektionszeug abzuwaschen. Ich wollte beweisen, dass ich fit genug war, um zu meiner Tochter zu können und endlich, nach fast 12 Stunden betrat ich die Frühchenstation, naja bzw. mein Mann fuhr mich im Rollstuhl hin.</p>
<p class="Normal">Ihr müsst euch die Station wie folgt vorstellen. In der Mitte befindet sich ein gläserner Schwesternraum, der von einem ringförmigen Gang umrahmt wird. Von diesem gehen dann nach außen hin die Frühchenzimmer ab. Die Station ist ruhig, aber man hört das stete Piepen von Monitoren. Die Alarme und Geräusche haben mich noch lange in meinen Träumen verfolgt.</p>
<p class="Normal">Die Zimmer der Babys haben eine bestimmte Reihenfolge. Links befinden sich die Intensivzimmer. Je stabiler die Kinder sind, desto weiter wandern sie im Uhrzeigersinn von einem Raum zum nächsten. Ist man auf der rechten Seite angekommen, so hat man gute Chancen bald entlassen zu werden.</p>
<h4 class="Normal">So klein und zerbrechlich</h4>
<p class="Normal">Unsere Tochter lag im Akut-Intensiv-Zimmer, da sie gerade geboren war. Mein Mann schob mich hinein und die Eindrücke schienen mich zu erschlagen. Das Zimmer war ein dünner rechteckiger Schlauch, wo gerade mal 4 Inkubatoren (Brutkästen) Platz hatten plus die unzähligen Maschinen und Geräte an den Wänden. An erster Stelle lag ein Baby, dass gerade mal so groß wie eine Hand war. Ein dicker Beatmungsschlauch steckte in dem kleinen Wesen. Auch wenn die Betten abgedeckt waren, konnte man doch das ein oder andere Detail erkennen. Es war erschreckend. Das nächste Wärmebettchen gehörte unserer Tochter. Im Gegensatz zu den anderen kleinen Würmchen im Zimmer wirkte sie riesig mit ihren knapp 2480 Gramm und 47 cm. Und dennoch: der kleine Körper sah so zerbrechlich aus. Sie schlief ganz ruhig, aus ihrem Mund ragte eine Magensonde und an ihrer Nase war eine High-Flow-Brille befestigt - ein kleiner Sauerstoffschlauch. Atmen konnte unser Baby aber ein Glück selbstständig. Ich stand an dem Bettchen und wusste gar nicht, was ich da machen sollte. War das wirklich mein Kind? Man hatte zunächst überhaupt keine Bindung. Die ganze Situation war völlig surreal. Obwohl mein Mann und ich wussten, dass wir ein Frühchen bekommen würden, waren wir auf das ganze Ausmaß nicht vorbereitet gewesen.</p>
<h4 class="Normal">Alles war das erste Mal</h4>
<p class="Normal">Die ersten Handgriffe, selbst mit Hilfe der Schwestern, waren so fremd und ungewohnt. Anstatt, dass ich meine Tochter stillte, musste ich sie zuerst über die Magensonde versorgen. Man bekam eine kleine Spritze, mit der die Muttermilch oder das Milchersatzprodukt aufgezogen wurde. Dann musste man Milliliter für Milliliter die Milch in den Schlauch geben. Mein Mann und ich starben tausend Tode am Anfang. War man zu schnell oder zu langsam? Saß der Schlauch richtig? Hat man ihn vorher gespült? Die Hormone in meinem Körper sorgten noch dafür, dass ich ruhiger war, als mein Mann. Bei ihm stand eigentlich nur dauerhaft die nackte Panik in den Augen.</p>
<p>Dazu kam noch, dass jede Schwester aus den unterschiedlichen Schichten ihre eigenen Tipps und Ideen hatte, wie man die Kleinen am besten versorgte. Dazu sagte mal die Nachtschwester zu uns; „Sehen Sie, wir sind da wie Großmütter, nur das Sie mit fast 6 dieser Sorte gleichzeitig konfrontiert werden. Jede hat ihre eigenen Pflegetipps und wird Ihnen das natürlich auch so mit auf dem Weg geben. Aber letztendlich müssen Sie ganz für sich alleine entscheiden, wie Sie Ihre Routine mit Ihrem Baby gestalten wollen.“</p>
<p>Als mein Mann eine Liste von Fragen stellte und hoffte auf alles einen vorgelegten Plan zu bekommen (zum Beispiel wie oft bade ich ein Baby, muss ich die festgelegten Zeiten des Krankenhauses beibehalten), bekam er dann als Antwort: „Ein Baby folgt keiner Anleitung. Sie müssen es fühlen, wann der richtige Zeitpunkt ist.“<br />
Die Antwort brachte meinen Mann dann völlig aus dem Konzept.</p>
<h4 class="Normal">Alles auf ein mal</h4>
<p class="Normal">Ich hingegen war noch mit meiner OP Narbe beschäftigt. Dann noch das 4-Bett-Zimmer im Krankenhaus. Der beschwerliche Weg von der Geburtsstation bis in die Kinderklinik (erst im Rollstuhl, dann mit „Rollator“ und schließlich ab dem dritten Tag mit langsam gequälten Schritten). Schlaf kannte man nicht, Ruhe kannte man nicht. Essen war ein Luxus. Schließlich ließ ich mich freiwillig am 3. Tage aus dem Krankenhaus entlassen, um wenigstens zu Hause etwas Normalität und Ruhe zu bekommen.</p>
<p>Doch der Zeitplan war eng. Ich musste alle drei Stunden meine Milch abpumpen, beschriften und zum Krankenhaus bringen. Unsere Tochter wurde alle 4 Stunden versorgt. Essen, wickeln und verarzten, falls nötig. Die Eltern trugen bei einer Tafel ein, welche Versorgungszeiten sie übernehmen würden. An den anderen Zeiten waren dann die Schwestern für die Babys zuständig. Das half wirklich, um mal zwischendurch Kraft zu tanken. Aber gleichzeitig hatte man ein schlechtes Gewissen sein Baby dort so alleine liegen zu lassen. Aber mein Mann und ich konnten uns auch abwechseln. Überhaupt traf man auf der Frühchenstation sehr viele Väter an. Einige Mütter waren noch von OPs oder Komplikationen so gezeichnet, dass sie erst Tage später ihre Kinder sahen und auch dann noch zu schwach waren, diese zu versorgen. Man erfuhr von vielen Schicksalen, die einem sehr ans Herz gingen.</p>
<h4 class="Normal">Der Alltag auf der Station</h4>
<p class="Normal">Die Werte unserer Tochter waren stabil, allerdings hatte sie immer noch Schwierigkeiten Milch aus der Flasche zu trinken. Oft mussten wir noch die Magensonde benutzen. Stillen klappte am Anfang noch gar nicht, aber ich versuchte es immer wieder, um auch eine Bindung aufzubauen. Was in dieser klinischen Atmosphäre wirklich schwierig war. Aber man arrangierte sich nach ein paar Tagen damit. Man lernte die anderen Eltern kennen, tauschte sich aus und gab sich gegenseitig Kraft. Irgendwann landeten wir mit unserer Tochter dann auch auf der rechten Seite der Station, sie lag nur noch in einem normalen Bettchen und war endlich etwas munterer.</p>
<p>Aber das Trinken gestaltete sich weiterhin sehr schwierig. Bei der Flasche verschluckte sie sich manchmal so heftig, dass ihr Gesicht ganz rot und regungslos wurde und sie aufhörte zu atmen. Dann musste man ihr ins Gesicht pusten, damit der Reflex wieder einsetzte. Danach begann sie erst mal zu weinen, verweigerte schließlich die Flasche und schlief ein. Das passierte eigentlich bei jedem Trinkvorgang. Doch wollten wir es natürlich immer wieder versuchen, damit sie von der Magensonde weg kam.</p>
<p>Man führte natürlich Tagebuch. Trinkmenge, Zeiten, Temperatur, Stuhlgang - alles wurde festgehalten, damit die Krankenschwestern einen Überblick über jedes Kind hatten und deren Entwicklungsfortschritt. Es war wie eine Meilensteinliste, die man hoffte zu erfüllen. Bei unserer Tochter war es das Trinken, bei dem Nachbarkind die Temperatur. Jeder Tag begann mit einem Hoffnungsschimmer beim Erfüllen aller Kriterien endlich sein Baby mit nach Hause nehmen zu können.</p>
<h4 class="Normal">Weitere Probleme</h4>
<p class="Normal">Dann kam ein weiterer erschwerter Faktor hinzu. Unsere Tochter litt an einer Hüftdysplasie - eine Fehlstellung der Hüftgelenke. Sie musste Tag und Nacht eine Schiene tragen, die dafür sorgte, dass die Beine in einer Spreizhaltung verblieben. Es war für uns schon eine Herausforderung so ein kleines Wesen zu versorgen, aber nun auch die Schiene immer wieder an und auszuziehen, brachte uns echt an die Grenzen.</p>
<p class="Normal">Man musste an so vieles Denken, ich hatte stets Angst irgendetwas zu vergessen. Zum Beispiel das Kind beim Reinlegen in das Bett wieder zu verkabeln (Herzmonitor und Sauerstoffsättigung) oder die Abdeckung drauf zu legen. Hat man aus Versehen einen Waschlappen im Bettchen liegen gelassen. Hat man alle Flächen desinfiziert. Das Gehirn war auf Dauerleistung. Ohne viel Schlaf und Ruhe. Wenn ich an diese Zeit denke, kommen mir die Wochen mit unseren jetzigen gesunden und älteren Kindern, wie ein Urlaub vor. Echt krass, wie schnell man auch vieles wieder verdrängt oder vergisst.</p>
<h4 class="Normal">Es blieb aufregend</h4>
<p class="Normal">Dann immer wieder überraschende Situationen: Zum Beispiel kamen mein Mann und ich eines morgens in das Frühchenzimmer und unser Kind war auf ein mal weg, samt Bett. Die Stelle, wo es sonst stand, war völlig leer. Komplett entgeistert suchte ich eine Schwester, die uns dann erzählte, dass unsere Tochter in ein anderes Zimmer verlegt worden war. An den Schock kann ich mich noch ganz genau erinnern. Auch daran, wie ich an einem Tag mit Durchfall zu kämpfen hatte und nicht mehr auf die Station durfte. 36 Stunden lang durfte ich mein Baby nicht sehen. Es war wirklich die Hölle. Natürlich kann man die Vorsichtsmaßnahmen auf der Station verstehen und sie sind absolut richtig. Aber für einen persönlich ist es echt hart und ich war froh über die Unterstützung meiner Hebamme, die mich psychisch wieder aufbaute.</p>
<h4 class="Normal">Endlich nach Hause</h4>
<p class="Normal">Nach 2,5 Wochen bekamen wir endlich die Erlaubnis unsere kleine Maus mit nach Hause nehmen zu dürfen. Das Trinken an der Flasche und teils an der Brust war zwar immer noch schwierig, aber das Gewicht nahm jeden Tag ordentlich zu. Erst war die Freude riesengroß und dann kam die nackte Panik. Zu Hause gab es keine Monitore und Schwestern, die das Kind überwachten. Was wäre, wenn beim Schlafen die Atmung aussetzte? Wenn das Kind krank werden würde? Die Schwestern rieten uns von dem Gebrauch von Desinfektionsmitteln zu Hause ab. Die Kinder sollten unbedingt die haus- und familieneigenen Keime aufnehmen. Ganz anders als auf der Frühchenstation. Wir mussten uns also von dem peniblen Sauberkeitstick befreien, den wir auch schon in der Schwangerschaft verinnerlicht hatten.</p>
<p class="Normal">Die ersten Nächte hatte ich kaum ein Auge zugemacht. Mein Mann und ich haben getrennte Schlafzimmer, weil mein Göttergatte extrem schnarcht. Doch nun hatte ich so ein kleines Wesen neben mir liegen, was ebenfalls sehr laute Geräusche von sich gab und das selbst beim Schlafen. Grunzen, Stöhnen, Schreien, Meckern. Ich musste mich erst mal daran gewöhnen und herausfinden, wann ich reagieren musste und wann nicht. Da war es gar nicht so schlecht mal das Babybett einfach zu meinem Mann schieben zu können, um zwei Stunden Tiefschlaf zu bekommen. Dann noch das Milch abpumpen alle drei Stunden neben der Versorgung des Kindes (was gefühlt ein bis zwei Stunden pro Zyklus dauerte). Und wenn man alles weggeräumt und abgewaschen hatte, ging alles von vorne los.</p>
<h4 class="Normal">Stillen oder Flasche</h4>
<p class="Normal">Nach einer Woche hatte ich die Schnauze voll vom Abpumpen und nahm mir vor mein Kind nur noch zu stillen. Und es funktionierte. Das einzige was blieb, war das Verschlucken und die Atemaussetzer beim Trinken. Daher konnte ich sie fast nur „liegend“ auf der Seite stillen, weil dort der Milchfluss nicht zu schnell war. Die Atemaussetzer hörten auf, aber das Verschlucken blieb. Das ging bis in den 10. Monat so. Unterwegs mal so das Kind stillen war daher überhaupt nicht einfach. Ich konnte mich ja schlecht im Restaurant auf den Boden legen. Ab dem 5. Monat begann ich also schon mit der Breinahrung, was auch gut funktionierte.</p>
<h4 class="Normal">Die Angst, der ständige Begleiter</h4>
<p class="Normal">In den ersten Wochen hatten wir extreme Angst vor dem „Plötzlichen Kindstod“. Wenn ich andere Kinder dick vermummt im Kinderwagen oder in der Wiege sah - mit Kissen, Decken und Kuscheltieren - wurde mir ganz anders zu Mute. Unsere Tochter lag in einem dünnen Schlafsack in einem großen Laufgitter. Ohne Decken, ohne Kissen oder sonst irgendwas. Damit die Beine in der Hüftschiene halt hatten, haben wir die Füße gegen das Gitter gelehnt und der Kopf zeigte zur Mitte des Laufgitters. Da lag sie nun, total verloren in diesem riesigen Laufstall. Bis uns irgendwann auch auffiel, dass die Matratze etwas abschüssig zur Mitte hin war. Gott, das arme Kind. Schnell kauften wir uns auch für das Wohnzimmer eine Wiege und unsere Hebamme ermunterte uns die Beinchen wenigstens mit einer Deckenrolle zu unterstützen.</p>
<p class="Normal">Ich traute mich auch kaum auf dem Sofa mit dem Kind im Arm zu Kuscheln, aus Angst, ich würde mit dem Kind einschlafen. Das hatte man uns auf der Intensivstation immer eingetrichtert. Nicht mit dem Kind im Arm einschlafen! Doch wie konnte ich dann eine Bindung aufbauen? Mit den vielen Ängsten? Dabei half mir meine Hebamme sehr.</p>
<p>Ich habe meine erste Tochter auch nie in meinem Bett schlafen lassen, nur im Beistellbett. Natürlich warnen alle Ärzte davor das Kind im Elternbett schlafen zu lassen, doch Mehrfacheltern und auch viele Hebammen halten dagegen. Man muss für sich selber einen Mittelweg finden, den habe ich dann bei unserer zweiten Tochter auch gefunden, aber davon erzähle ich dann ein ander mal 😉</p>
<h4 class="Normal">Ein bisschen Alltag</h4>
<p class="Normal">Nach drei Monaten hatten wir einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht. Die Hüftschiene konnte endlich weggelassen werden. Es kam langsam Normalität in den Alltag.<br />
Es klingt jetzt sicherlich alles sehr anstrengend und vielleicht auch manches ein wenig erschreckend. Aber wisst ihr? Mein Mann und ich waren trotzdem sehr glücklich. Nach dem Tod unseres Sohnes hatten wir Angst keine Kinder bekommen zu können. Kinderlos zu bleiben. Doch unsere Tochter ließ uns ein anderes Schicksal zuteilwerden. Wir waren nun Eltern und auch wenn der Anfang etwas schwierig war, so entwickelte sich unser Baby super. Klar gab es noch Ergotherapie und etliche andere Untersuchungen und Hürden, aber nach einem Jahr hatten wir ein ganz normales gesundes Baby. Sie war aufgeweckt, fröhlich und wir entdeckten nun die Sonnenseiten der Elternschaft. Wisst ihr, wie toll es war, sein Kind durch das Dorf zu schieben? Vor allem, wenn man bereits ein Kind verloren hatte und dann endlich auch Mutter und Vater sein durfte und es auch zeigen konnte?</p>
<p class="Normal">Egal was wir auch erlebt hatten, wir waren und sind es heute noch - unendlich dankbar für dieses Geschenk. Und ich kann sagen, irgendwann verblassen die negativen Erinnerungen und auch die Schrecken.</p>
<p class="Normal">Ist ja nicht so, dass mit den Kids es irgendwann langweilig wird und man keine neuen Sorgen hat 😉</p>
<p class="Normal">Aber auch das wird man meistern. Die Chance zu haben einen kleinen Menschen auf seinem Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu begleiten ist so einzigartig und wundervoll, ich kann mir heute gar nichts schöneres vorstellen.</p>
<p class="Normal">
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		<title>Corona-Verlierer</title>
		<link>https://familien-alltag.de/corona-verlierer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Jan 2021 16:22:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://familien-alltag.de/?p=2803</guid>

					<description><![CDATA[<strong>Ungerechtigkeiten im Lockdown</strong>
Wer sind die Verlierer im Lockdown? Und was macht einen wirklich wütend? Lest hier meine Meinung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-2803"  class="panel-layout" ><div id="pg-2803-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2803-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2803-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-2803-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2803-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2803-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<h2 class="Normal">Verlierer im Lockdown</h2>
<p>Liebe Eltern,</p>
<p>es ist wieder so weit. Ich muss mir mal wieder Luft machen zum neuen Corona-Lockdown. Dabei geht es gar nicht um die Maßnahmen selber, sondern um Ungerechtigkeiten und Logikfehler, wenn man genauer über die Ausmaße nachdenkt.</p>
<h4 class="Normal">Verlierer im Lockdown</h4>
<p class="Normal">Ganz klar, häufig vergessen, aber dennoch oft diskutiert. Unsere Kinder. Wer sind die Lobbyisten und Fürsprecher? Die Eltern - doch die sind mit ihrem Vollzeitjob "Mami und Papi", Nebenjob Haushalt und Teilzeit bzw. Vollzeit Arbeitsjob überbeschäftigt und haben kaum noch Zeit wie Kraft sich gegen bestimmte Vorschriften zu beschweren. Gelegentliches Wutgetwitter und Bilder-Geposte auf Facebook helfen da auch wenig. Wisst ihr was mein liebstes eingestelltes Video im Whats App Status ist?</p>
<p><a href="https://www.youtube.com/watch?v=pVIiM9WXtDk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier gehts zum Link auf You Tube:</a></p>
<p class="Normal">Wobei "Lehrer" lieber durch Politiker ersetzt werden sollten. Das würde in dieser Zeit besser passen. Denn auch die Lehrer haben im Moment kein leichtes Los. Digitalisierung ist an vielen Schulen noch ein Fremdwort und auch die Organisation lässt bei vielen Einrichtungen zu wünschen übrig. Da wundert es  mich immer wieder, warum es Schulen gibt, die gut ausgestattet sind, ein super Konzept vorweisen können und alles reibungslos läuft? Was können sie oder was haben sie, was andere nicht haben? Liegt es an den Direktoren, an privaten Investoren? Das würde mich wirklich interessieren.</p>
<h4>Warum warten? Warum diskutieren? Warum nicht handeln?</h4>
<p>Ein Lockdown wird verhängt oder verlängert. Und das erste was man überall hört ist - wir müssen uns noch beraten, wie es weiter geht. HÄ???!!!!!! WIE BERATEN?????"""<br />
Was habt ihr denn die ganzen letzten Monate gemacht? Geschlafen? Urlaub? Aus dem Fenster geschaut?<br />
Nach fast einem Jahr Corona-Maßnahmen müssten Pläne in der Schublade liegen, die einfach nur abgearbeitet werden müssten. Was wollt ihr Politiker und Einrichtungen denn noch groß beraten?<br />
Einfach nur Kopfschütteln.</p>
<h4>Hinhalten und Ungerechtigkeiten</h4>
<p>Erst Light, dann Soft, dann Hart. Klingt nach einem billigen "Piep". Warum nicht mal 4 Wochen alles zu? Und keine Ausnahmen für Einrichtungen und Institutionen mit reichen Lobbys? Sind unsere deutschen Politiker doch bestechlich? Jeder spricht darüber, aber komischerweise nicht in den Medien. Selbst die kritischsten Journalisten bleiben ungehört, die mal solche Fragen aufwerfen.<br />
Warum bleibt die Bundesliga erlaubt, wenn alle anderen Sportvereine schließen müssen? Obwohl die Hygienemaßnahmen offensichtlich von den Spielern, Trainern und Managern nicht eingehalten werden und das sogar bewiesen vor laufender Kamera. Infektionen ohne Ende, aber ist ja nicht so schlimm?<br />
In den Medien abgetan, von den Politikern ignoriert. PFUI</p>
<h4>Wer darf öffnen und wer nicht?</h4>
<p>Warum sind Gottesdienste mit einem Hygieneplan erlaubt, obwohl auch noch die Risikogruppe scharenweise an Weihnachten die Kirche füllt? Warum müssen Restaurants und Kultureinrichtungen schließen, die Unmengen an Geld ausgegeben haben, um alle Auflagen zu erfüllen? Und weniger Risiko bergen, als ein in die Jahre gekommendes Kirchengebäude? Gibt es keine virtuellen oder gefilmten Gottesdienste? Laptop und Internet hat vielleicht nicht jede betagte Person. Aber Fernsehen schon!</p>
<h4>Zu Hause bleiben sollen, aber ins Ausland fliegen dürfen?</h4>
<p>Das ist auch ein Punkt, wo ich regelrecht an die Decke gehen könnte. Kürzlich wieder ein Patient in Sachsen mit einer mutierten Virusvariante entdeckt, der gerade aus England zurückgekehrt ist.<br />
Hä? Wie das? Ich dachte wir sollen zu Hause bleiben und noch nicht mal unsere Verwandten in Deutschland besuchen, die vielleicht nur eine Straße weiter wohnen?</p>
<h4>Aber ins Ausland fliegen geht noch? Urlaub machen? Verwandte besuchen?</h4>
<p>Kein Problem - die Tests sind vielleicht nicht mehr kostenlos oder es wird eine Quarantäne verhängt, die keiner kontrolliert. Aber was solls? Lasst doch die Grenzen auf und geißeln wir lieber die braven Bürger, die sich moralisch an die Verordnungen halten, währenddessen andere diese rücksichtslos mit Füßen treten und dafür sorgen, dass der Lockdown verlängert wird und viele Menschen vereinsamen, Kinder entsozialisieren und Eltern an die Grenzen der Belastbarkeit kommen.</p>
<h4>Gewinner - die großen Firmen, die kleinen sind die Verlierer</h4>
<p>Es werden tagtäglich Existenzen von Selbstständigen und mittelständischen Unternehmen zerstört. Aber wichtig sind nur die Autobauer, die den Umweltschutz und Klimawandel verpennt haben und andere große Firmen, die angeblich so viele Arbeitsplätze sichern. Aber was ist mit den vielen kleinen Firmen und deren Arbeitsplätzen? Firmen und Selbstständige die in Innovationen investieren und das Land voran bringen wollen?</p>
<h4>Schleppendes Ausbluten</h4>
<p>Erst nur Restaurants und Kultureinrichtungen zu. Aber angeblich nur für November. Alles wird dann verlängert und nach und nach andere Bereiche geschlossen. Für alle Einrichtungen, die als allererstes schließen mussten, ist das ein Ausbluten. Warum nicht strikt 3 Wochen alles zu? Nur systemrelevante Einrichtungen auf? Das ist ein Wellenbrecher! Was im Dezember und jetzt im Januar passiert ist unlogisch und wirtschaftlich gefährlich.</p>
<h4>Mal zurück zu den Familien</h4>
<p>Kennt ihr noch die tollen Versprechungen der Politiker? Sonderurlaub, verlängerte Kind-Krankheitstage etc. HAHAHAHAHAH, lest mal das Kleingedruckte...</p>
<p>Sonderurlaubsrecht: War kurz vor Weihnachten mal versprochen worden. Ein Nachfragen beim Arbeitgeber hatte einen spontanen Lachanfall zur Folge. Mal abgesehen, dass Arbeitnehmer mit HomeOffice sowieso die A-Karte gezogen haben, weil sie auf nichts einen Anspruch haben, sind Arbeitgeber selten bereit irgendetwas zur Entlastung der Familien beizutragen. Wer zahlt ihnen das? Ausnahmen gibt es aber auch hier.</p>
<p>Kind-Krankheitstage: Ja und wer bezahlt die Differenz zwischen dem vollen Gehalt und dem Krankheitsgeld? Wer ist hier der Verlierer?</p>
<h4>Notbetreuung Kita</h4>
<p>Ganz klar, Eltern mit HomeOffice. Ihr seid raus. Ihr habt die Zeit euch um eure Kinder zu kümmern, denn ihr könnt doch von zu Hause arbeiten. Die Arbeitgeber stört es auch gar nicht, wenn ab sofort eure Sprösslinge an Video- und Telefonkonferenzen teilnehmen - <img decoding="async" class="alignright wp-image-2842" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2021/01/K1600_pexels-ketut-subiyanto-4474035-300x200.jpg" alt="" width="200" height="133" srcset="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2021/01/K1600_pexels-ketut-subiyanto-4474035-300x200.jpg 300w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2021/01/K1600_pexels-ketut-subiyanto-4474035-1024x683.jpg 1024w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2021/01/K1600_pexels-ketut-subiyanto-4474035-768x512.jpg 768w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2021/01/K1600_pexels-ketut-subiyanto-4474035-1536x1024.jpg 1536w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2021/01/K1600_pexels-ketut-subiyanto-4474035-272x182.jpg 272w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2021/01/K1600_pexels-ketut-subiyanto-4474035.jpg 1800w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" />dort erst mal diskutiert wird, ob eine Tröte als Pistole fungieren kann oder in wie weit man sich nun selber mit der Kinderschere die Haare schneiden kann.<br />
Natürlich sind alle schon viel entspannter geworden, denn Kinder am Arbeitsplatz sind nun häufig vertreten. Aber konzentrierte Arbeit ist schwierig. Und dann noch parallel HomeSchooling - mensch wir Eltern sind schon richtige Superhelden. Doch fühlen sich so die wenigsten. Frust, Streitereien sind vorprogrammiert - mal abgesehen von der Verteilung der Hauptlast. Frauen könnte man auch als Verlierer bezeichnen, manche zu mindestens.</p>
<h4>Pflegekräfte und Ärzte - wo bleibt die Unterstützung und der Bonus?</h4>
<p>Habt ihr Euch mal einen richtigen Bericht über eine Betreuung auf der Intensivstation mit künstlicher Beatmung angeschaut? Da ich selber mit ein paar Schicksalsschlägen letztes Jahr zu kämpfen hatte und viele Stationen kennen gelernt habe, kann ich nur sagen, so ein Besuch hinterlässt Spuren. Daher sollte man Corona auf keinen Fall ignorieren oder klein machen. Und vor allem sollte man dabei die Pflegekräfte nicht vergessen. Letztens habe ich mal wieder ein Interview von einer Krankenschwester gehört, die sagte, dass jede Party, jeder Auslandsbesuch für sie ein Schlag ins Gesicht ist.<br />
Und zurecht. Sie arbeiten sich psychisch und körperlich an die Grenzen und bekommen dafür nichts weiter als ein müdes Klatschen auf dem Balkon?<br />
Der versprochene Bonus wird nur unter bestimmten Voraussetzungen gezahlt, so dass viele Pflegekräfte leer ausgehen. Auch andere Maßnahmen haben unsere wahren Helden in Corona nie erreicht. Wie kann das sein? Aber große Wirtschaftsfirmen, die unser Klima kaputt machen kriegen Millionen an Krediten und Geldern? HÄ? Logik?</p>
<h4>Impfung schön und gut. Aber was ist mit der Behandlung?</h4>
<p>Die Impfkampagne ist wichtig. Aber ein Punkt wird mir dabei immer zu wenig erwähnt. Die Behandlung von Corona, wenn ein Patient erst mal erkrankt ist. Im Frühjahr letzten Jahres hat man noch viel davon gehört, wie man Medikamente getestet hat und versucht schlimme Krankheitsverläufe vorzubeugen. Seid dem Impfstoff hört man davon aber wenig. Dabei finde ich die Behandlung genauso wichtig. Vor allem wenn man die Geschwindigkeit der Mutation bedenkt und die Haltbarkeit des Impfschutzes. So wie viele Wissenschaftler es vermuten lassen, kann es trotz Impfstoff die nächsten Jahre doch den einen oder anderen Bürger treffen. Warum hört man nichts mehr von der Forschung von behandelnden Medikamenten? Bitte wieder mehr davon!</p>
<h4>Das Ende naht</h4>
<p>So, vielleicht könnt ihr den einen oder anderen Punkt teilen. Vielleicht habt ihr aber auch eure ganz eigenen "Hass"-Punkte oder bekommt gerade von meinem Artikel dicke Adern? Schreibt gerne ein Kommentar. Faktencheck ist natürlich auch erlaubt 😉<br />
Mal schauen, ob ihr überhaupt bis zum Ende meines Artikels durchgehalten habt, daher sind Kommentare wie "Durchgelesen" auch gerne willkommen 😉</p>
<p>In diesem Sinne, bleibt gesund und bei Verstand!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Großeltern in der Corona-Krise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2020 14:50:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<strong>Großeltern in der Corona-Krise</strong>
Ein Interview von Großeltern über ihre Erfahrungen während der Corona-Krise. Mehr erfahrt ihr hier]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-2757"  class="panel-layout" ><div id="pg-2757-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2757-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2757-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-2757-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2757-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2757-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<h2>Großeltern in der Corona-Krise</h2>
<p>Liebe Hannelore,</p>
<p>schön, dass ich Dich in der Corona-Zeit interviewen darf. Es ist für unsere Leser auch mal interessant das Leben der Großeltern zu beleuchten - mit all den Wünschen, Ängsten und Ansichten.</p>
<p><strong><em>1. Uns interessiert natürlich erstmal Eure Familien-Begebenheiten. Wie viele Kinder bzw. Enkelkinder habt Ihr und wohnen sie in der Nähe? Wie ist Eure Wohnsituation?<br />
</em></strong>Zu unserer Familie gehören eine Familie in Mecklenburg -Vorpommern mit vier Personen. Die beiden Enkelkinder sind fünfzehn und zwanzig Jahre alt. Unser zweiter Sohn lebt mit seiner Frau und zwei Mädchen (fünf und zwei Jahre alt) in Niedersachsen. Mein Mann und ich wohnen in einem kleinen Haus am Stadtrand von Hamburg. Jede Familie lebt ca. eine Stunde Autofahrt von uns entfernt. Besuche waren jederzeit spontan möglich.</p>
<p><strong><em>2. Wie habt Ihr den ersten Lockdown wahrgenommen?</em></strong><br />
Am 14. März sind wir nach Madeira geflogen. Bei unserer Ankunft wurde Fieber gemessen. Zum Glück mussten wir nicht in Quarantäne. Ab dem 16. März stand auch dort alles still. Spaziergänge waren erlaubt. Im Hotel konnten wir uns bis Freitagabend frei bewegen. Am Abreisetag erhielten wir unser Frühstück auf dem Zimmer. Wir waren froh, als wir wieder zu Hause waren.</p>
<p>Wir haben den Lockdown nicht so schlimm empfunden, weil wir vorher genug Stress hatten. Gefehlt haben uns nur unsere acht Kinder. Ein Spieleabend mit den Großen, toben mit den Kleinen. Keine Umarmungen, kein Trubel im Haus. Keine Freunde treffen, keine Kultur, nicht reisen dürfen, dass fanden wir nicht schön. Unser Leben - auch wir selber haben uns verändert.</p>
<p><strong><em>3. Als die Politiker damals den Eltern mit Kindern empfohlen haben, die Großeltern erstmal nicht mehr zu besuchen, zum Schutze der älteren Generation, was war Eure erste Reaktion?</em></strong><br />
Eigentlich hatten wir nur Angst die Kinder anzustecken. Aber da wir ja alle ans Haus gefesselt waren, sahen wir für uns keine Gefahr.</p>
<p><strong><em>4. Könnt Ihr die Maßnahmen der Politiker nachvollziehen?</em></strong><br />
Ja, das konnten und können wir. Schlecht finden wir, dass nicht im November schon strengere Regeln festgelegt wurden, damit wir wenigstens im Dezember die Möglichkeit gehabt hätten unsere Enkelkinder zu sehen.<br />
Dadurch können wir mit ihnen den Weihnachtsmarkt nicht besuchen, keine Plätzchen backen und den Weihnachtsbaum nicht schmücken. Letztes Jahr waren wir mit einer Enkelin in der Weihnachtszeit verreist. Es war für uns drei unvergesslich.<br />
Es fehlen die schön geschmückten Buden, Kinderkarussells, das Lachen fröhlicher Kinder, die Unbeschwertheit der Menschen und vor allem keine Weihnachtsmusik in den Straßen.</p>
<p><em><strong>6. Was sind Eure Ängste und Wünsche in Bezug auf den bevorstehenden 2. Lockdown? Speziell zum Thema Weihnachten?</strong></em><br />
Natürlich wünschen wir uns ein Fest im Kreis unserer Lieben. Allein zu sein, dass wäre sehr traurig für uns. Aber wir respektieren jede Entscheidung unserer Kinder.</p>
<p><em><strong>7. Habt Ihr Angst Euch von Euren Kindern oder Enkelkindern anzustecken? Beschäftigt Ihr Euch mit dem Thema oder blendet Ihr das aus? </strong></em><br />
Angst haben wir nicht. Wir gehen alle verantwortungsvoll miteinander um. Achten auf Hygiene und Abstand.</p>
<p><strong><em>8. Könnt Ihr Eure Kinder verstehen, wenn sie zu Eurem Schutz Abstand halten und sich an die empfohlenen Maßnahmen halten möchten?<br />
</em></strong>Ja, das können wir. Bestimmt finden wir drei Familien eine vernünftige Lösung. Und hoffen, dass wir bald wieder unbeschwert miteinander umgehen können.</p>
</div>
</div></div></div></div><div id="pg-2757-2"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2757-2-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2757-2-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="2" ><div
			
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</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Betreuungsdefizit nach dem Lockdown</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jul 2020 09:11:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<strong>Betreuungsdefizit nach dem Lockdown</strong>
Kitaöffnung und dann? Die Probleme in der Corona-Krise gehen weiter...]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-2527"  class="panel-layout" ><div id="pg-2527-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2527-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2527-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-2527-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2527-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2527-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<h2 class="Normal">Betreuungsdefizit nach dem Lockdown</h2>
<p>Liebe Eltern,</p>
<p>sehnsüchtig haben wir die Wiedereröffnung der Kitas und Schulen herbeigesehnt und in vielen Bundesländern wurden ab Juni die Einrichtungen teilweise oder gänzlich geöffnet.<br />
Doch nach dem großen Aufatmen kam die Ernüchterung. In einigen Bundesländern bzw. Einrichtungen werden die Kinder 50 % oder weniger betreut, manchmal nur 3 Stunden an 2 Tagen in der Woche. Für Eltern weiterhin eine Zerreißprobe. Angeblich soll nach den Sommerferien ein normaler Betrieb eingeführt werden, doch man ist weiterhin skeptisch.</p>
<h4 class="Normal">Komplett geöffnet - welch ein Traum</h4>
<p class="Normal">In voller Vorfreude schwelgten diejenigen, wo es hieß, dass die Kitas vollständig geöffnet werden. So war es jedenfalls bei uns. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Vor allem, weil ich einen neuen Vertrag als Autorin angeboten bekam mit genauen Fristen, wann ich meine Werke abgeben sollte. Nun hatte ich einen straffen Arbeitszeitplan am Vormittag.<br />
Die Kinder gingen in den ersten Tagen sehr gerne in die Kita, selbst unsere gerade erst 2 Jährige Tochter ist ohne Eingewöhnung nach den langen drei Monaten ganz selbstverständlich in die Krippe gegangen und hat uns ohne Drama mit einem knappen "Tschüss" verabschiedet. Wir waren begeistert und erleichtert.</p>
<h4 class="Normal">Trotz Kitaöffnung Kind zu Hause?</h4>
<p class="Normal">Doch nach gerade mal 4 Tagen kam die Ernüchterung. Die ersten Kinder mussten wegen Erkältungserscheinungen zu Hause bleiben. Und auch unsere große Tochter bekam einen kleinen Schnupfen. Schnell ließen wir sie und ihre Schwester an einem Samstag Vormittag auf Corona testen. Die Kleine schien erstmal gesund zu sein und durfte auch am Montag in die Krippe, doch um Punkt halb 10 kam der Anruf. Die Nase läuft, bitte holen sie das Kind ab. Das Testergebnis kam just 5 Minuten später - beide Kinder sind negativ.  Also am nächsten Tag ab in die Kita. Doch auch zwei Tage später ein Anruf. Das Nasensekret der großen Tochter würde grünlich werden, das ist verboten.<br />
Die Nerven liegen blank, die ersten Diskussionen entstehen.</p>
<h4 class="Normal">Fazit nach 3 Wochen</h4>
<p>Knapp drei Anrufe für die Abholung der Kinder aus verschiedensten Gründen. Das größte Streitpotenzial lieferte die Aussage "Ihr Kind steht oft abseits und wirkt erschöpft". Also holte ich mein "völlig erschöpftes" Kind ab, welches anstatt in den Buggy, lieber zu Fuß den gesamten Weg nach Hause rannte. Auch am Nachmittag wurde erstmal kräftig auf dem Trampolin gehüpft. Ja, Schnupfen hatte sie, aber sonst war sie top fit.<br />
Andere Eltern aus vielen verschiedenen Landkreisen und Bundesländern berichteten von ähnlichen Fällen:</p>
<p>"Das Kind fühlt sich warm an"<br />
"Das Kind hat nichts gegessen"<br />
"Das Kind hat eine starke Erkältung " - allerdings war hier aber eine Allergie schuld</p>
<h4 class="Normal">Grenzen schwierig</h4>
<p>Ich hab vollstes Verständnis für die Erzieher und Kita-Leitungen, die klare Vorgaben haben in Bezug auf Erkältungssymptome und viele zeigen sich bereits schon sehr kulant. Aber die große Frage für die Eltern bleibt - wie betreue ich mein Kind? Urlaub, Krankheitstage, Ersatzbetreuungsangebote sind größtenteils schon ausgeschöpft. Homeoffice ist für viele zwar machbar, aber jeder der fokussiert arbeiten muss, weiß, dass dies bei kleinen Kindern nicht möglich ist. Und die Horrorzeiten - nämlich Herbst und Winter kommen in diesem Jahr noch auf uns zu.<br />
Manche Erzieher nehmen es etwas zu genau und erzeugen unnötigen Ärger. Aber auch gibt es Eltern, die es darauf anlegen ihre Kinder krank mit allmöglichen Hilfsmitteln in die Kita zu schicken. Doch Husten und Schnufen (ohne Fieber oder weitere Begleiterscheinungen) sind im Kita-Alltag nun mal sehr verbreitet. Und die Illusion nach Schließungen würde sich das Problem wieder legen, kann man sich gleich nehmen.</p>
<h4 class="Normal">Die hauseigenen Viren</h4>
<p>Auf der Frühchenstation hat uns eine Schwester ein gutes Beispiel geliefert. Jeder Familienhaushalt hat so seine eigenen Bakterien und Viren, daher sollte man gesunde "Frühchen" auch recht schnell mit der Familie in Kontakt bringen, damit das Imunsystem sich an die Umgebung gewöhnen kann. Übertragen wir das auf unsere Familien im Kindergarten ergibt sich folgendes:<br />
Die Kinder im Lockdown waren meist komplett isoliert und wurden nur mit den Erregern der Familie konfrontiert. Die meisten Eltern berichten davon, dass ihre Kinder noch nie so gesund waren, wie in diesem Jahr.<br />
Mit Öffnung der Kitas von 0 auf 100 änderte sich das aber. Es muss nicht sein, dass ein Kind ein Virus hineinträgt und verbreitet. Es reicht einfach das alle Kinder ihre hauseigenen Viren miteinander vermischen. Gerade Kinder mit schlechtem Imunsystem oder Einrschränkungen (Zähnchen, Allergien) haben mehr zu kämpfen. Und dann entwickelt sich daraus eine Eigendynamik.</p>
<h4 class="Normal">Die Politik wird <strong>langsam</strong> auf das Problem aufmerksam</h4>
<p>Erste Lockerungen im Hinblick auf die Vorgaben, dass nur komplett gesunde Kinder in die Kita gehen dürfen, werden bereits diskutiert. Einige Bundesländer planen, dass Kitas auch Kids mit Husten und Schnupfen (ohne Fieber oder weitere Symptome) aufnehmen dürfen. Doch es gibt ja noch andere Kinderkrankheiten.</p>
<p>Weitere Idee: Die Kinderkrankheitstage der Arbeitnehmer sollen nicht begrenzt werden. Erfordert die Kulanz der Arbeitgeber. Doch wer verlängert einen befristeten Vertrag mit einer Mutter, die fast jede zweite Woche ausfällt? Der Druck auf Mütter und Väter auf der Arbeit bleibt bestehen, die Aufgaben bleiben vielleicht liegen oder werden auf andere Mitarbeiter umgewälzt, die dann ihren Unmut den Eltern gegenüber kundtun.</p>
<p>Und was ist mit den Selbstständigen? Urlaub, Kinderkrankheitstage - fehl am Platze. Keine Arbeit, kein Geld...</p>
<h4 class="Normal">Mein Vorschlag</h4>
<p>Alternative Betreuungsnetzwerke für Eltern schaffen - geführt durch das Arbeitsamt in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt. Oder eine vergleichbare Einrichtung. Eltern können sich an eine dieser Institutionen wenden und bekommen die Kontaktdaten von Tagesmüttern, Babysittern oder Pflegeeltern, die kurzfristig bei der Betreuung der Kinder unterstützen können. Je nach Einkommen und Bedarf der Eltern.</p>
<p>Familien brauchen eine langfristige Sicherheit und spontane Unterstützungen. Jederzeit in jeder Berufsgruppe, aber auch für überforderte Hausfrauen und Hausmänner. Der Bedarf sollte durch eine Fachkraft festgestellt und festgehalten werden, damit dann die nötige Unterstützung schnell gefunden werden kann.</p>
<p>Wichtig ist zu dem eine schnelle Kontaktaufnahme ohne Stigmatisierung. Eltern sollten sofort wissen, an wen sie sich wenden können und dabei kein schlechtes Gewissen haben. Kurze Wege, schnelle Reaktionen.</p>
<p>Meiner Ansicht nach kann das die Familien entlasten.</p>
<h4 class="Normal">Die eine Million-Frage</h4>
<p>Wer zahlt das? Wer setzt die Bürokratie um? Tja, liebe Politik. Wenn ihr die jetzigen und die zukünftigen Steuerzahler unterstützen wollt und somit den Grundpfeiler der Wirtschaft, dann fangt gerne auch mal bei den Familien an.</p>
<p>Unsere Zukunft und das unserer Kinder liegt auch in eurer Hand - wir warten!</p>
<p>&nbsp;</p>
</div>
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			</item>
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		<title>Zwillinge Interview</title>
		<link>https://familien-alltag.de/zwillinge-interview/</link>
					<comments>https://familien-alltag.de/zwillinge-interview/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Jun 2020 14:07:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://familien-alltag.de/?p=2415</guid>

					<description><![CDATA[<strong>Zwillinge - Doppelter Familienzuwachs</strong>
Unsere Leser entdecken in diesem Interview das alltägliche Leben einer Zwillingsfamilie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-2415"  class="panel-layout" ><div id="pg-2415-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2415-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2415-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-2415-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2415-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2415-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<h2>Zwillinge - Doppelter Familienzuwachs</h2>
<p>Liebe Dani,</p>
<p>klasse, dass ich ein Interview mit Dir zu Deinem Alltag als Zwillingsmami führen darf.</p>
<p><strong><em>1. Zunächst ein mal, wie war eure erste Reaktion, als der Frauenarzt euch mitteilte ihr würdet Zwillinge bekommen?<br />
</em></strong>Ganz ehrlich … ich war wenig überrascht, zumindest im ersten Moment. Wir mussten ein wenig mit Hormonen nachhelfen, um schwanger zu werden. Ich musste regelmäßig zum „Eier gucken“, also zum Ultraschall um zu sehen, ob ich sprungfähige Eier habe. Da wurde mir vom Arzt schon mitgeteilt, dass zwei Eizellen reifen würden. Des Weiteren haben wir einige Zwillinge in der Familie und laut Bauernregel waren wir wohl an der Reihe.</p>
<p>Der Schock kam ein paar Tage später, als wir das Ausmaß realisiert haben. Zu der Zeit hatten wir nur einen kleinen Renault Clio und in unserem Haus war nur ein Kinderzimmer. Also hieß es relativ schnell: neues Auto kaufen, Büro/Kinderzimmer und Schlafzimmer renovieren und tauschen.</p>
<p><strong><em>2. Wie hat die Familie bzw. haben die Freunde reagiert?</em></strong><br />
Es haben sich alle sehr für uns gefreut. Natürlich kamen auch solche Sprüche wie: „Oh, mein Gott - Zwillinge“ aber dies legte sich recht schnell, da wir ja einige Zwillinge in der Familie haben. Auch bei den Freunden war die Freude groß.</p>
<p><strong><em>3. Welche Herausforderungen habt ihr stemmen müssen im Hinblick auf die Ausstattung für die Babys? </em></strong><br />
<img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-2430" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-435070_1920-300x169.jpg" alt="" width="200" height="113" srcset="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-435070_1920-300x169.jpg 300w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-435070_1920-1024x576.jpg 1024w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-435070_1920-768x432.jpg 768w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-435070_1920-1536x864.jpg 1536w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-435070_1920-1600x900.jpg 1600w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-435070_1920.jpg 1920w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" />Wir brauchten alles doppelt. Bei sogenannten „Einlingen“ kann man ja ggf. noch auf die Geschwisterausstattung zurückgreifen. Dies war bei uns ja nun nicht der Fall. Da im Verhältnis nicht so viele Zwillinge geboren werden, sind auch spezielle Zwillingsausstattungen um einiges teurer und ebenso schwieriger gebraucht zu kaufen.</p>
<p><strong><em>4. Wie hast du die Schwangerschaft und die Geburt empfunden?</em></strong><br />
Ich hatte eine traumhafte Schwangerschaft, keine Übelkeit, keine Wassereinlagerungen etc. Die Geburt war etwas holprig. In der 34. Schwangerschaftswoche bin ich, wegen Ausfallserscheinungen im linken Bein, mit meinem Mann in die Klinik gefahren. Da stellte sich heraus, dass diese Ausfallerscheinungen Wehen waren. Bei den folgenden Untersuchungen stellte sich heraus, dass mein zweit geborener Sohn quer liegt und das die Herztöne nicht optimal waren. Dann musste es ganz schnell gehen und die Jungs wurden 1 ½ Stunden, nachdem ich in der Klinik angekommen war, per Notsectio auf die Welt gebracht. Ich hatte eine Spinalanästhesie und konnte zum Glück einiges mitbekommen (trotzdem fühlte es sich an, wie in einem schlechten Film 😉 .</p>
<p>Mir wurden die Kinder kurz über den Vorhang gehalten und dann waren sie auch schon auf der Intensivstation. Das war für mich natürlich nicht einfach. Mein Mann ist dann ebenso gleich mit auf die Intensivstation gegangen. Zum Glück war meine Mutter nach der OP für mich da. Erst 6 Stunden nach der OP durfte ich, im Rollstuhl, endlich zu meinen Kindern. Die Jungs waren dann noch 1,5 Wochen auf der Intensivstation und anschließend waren wir zusammen noch 5 Tage auf der Kinderstation.</p>
<p><em><strong>5. Habt Ihr Euch Hilfe und Unterstützung seitens der Familie, Freunden oder Institutionen geholt?</strong></em><br />
Auf unserem Grundstück ist eine alte Tischlerei mit 150 qm². Als wir erfahren haben, dass ich schwanger bin, haben meine Eltern angefangen, die Tischlerei für sich auszubauen. So wohnen wir auf einem Mehrgenerationengrundstück. Meine Mutter ist Frührentnerin und mein Vater ist selbstständig mit freier Zeiteinteilung. So hatten wir ausreichend Unterstützung. Außerdem bin ich in der Schwangerschaft und im ersten Lebensjahr zum Zwillingstreffen in das Geschwister- Scholl- Haus in Lüneburg gegangen. Da habe ich viele Tipps und Hilfe bei Fragen erhalten.</p>
<p><em><strong>6. Was kannst Du uns über den Alltag mit zwei kleinen Babys erzählen?</strong></em><br />
Ich glaube, dass es keinen großen Unterschied zu nur einem Kind gibt. Unsere Kinder waren vom Krankenhaus (Intensivstation) her „getacktet“, dass heißt sie haben in den ersten Monaten alle 4 Stunden Hunger gehabt und waren auch sonst recht „pflegeleicht“. In der Breizeit hatte ich Unterstützung von meinen Eltern bzw. meinem Mann.</p>
<p>Man lernt aber schnell, sich mit der Situation zu arrangieren. So haben wir die Jungs in die Wipper gesetzt und mit Hilfe von Handtüchern die Flasche gefüttert. Immer zeitgleich. Ich persönlich stelle mir das Leben mit 2 unterschiedlich alten Kindern schwieriger vor. Wenn das erste Kind anfängt zu laufen und man dann hochschwanger ist.</p>
<p><em><strong>7. Welche Vorteile bedeutet ein Zwillingspärchen oder welche Schwierigkeiten hattet ihr? <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-2432" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-3562672_1920-212x300.jpg" alt="" width="150" height="212" srcset="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-3562672_1920-212x300.jpg 212w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-3562672_1920-724x1024.jpg 724w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-3562672_1920-768x1087.jpg 768w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-3562672_1920-1086x1536.jpg 1086w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/06/K1600_twins-3562672_1920.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /></strong></em><br />
Sie sind nie alleine!!! Zwillinge spielen viel zusammen und man muss nicht ein Kind permanent beschäftigen. Unsere Jungs passen gegenseitig auf sich auf. Man merkt, dass sie eine ganz besondere Bindung zueinander haben.</p>
<p><strong><em>8. Habt Ihr Nachteile als Familie mit Zwillingen erfahren z.B. im Hinblick auf Elternzeit/Elterngeld/Kosten Kita etc.?</em></strong><br />
Man hat Anspruch auf ein "wenig" mehr Mutterschutz. Also, 6 Wochen vor der Schwangerschaft und 12 Wochen nach der Geburt.</p>
<p>Naja, was soll man sagen. Es gibt nur ein normales Elterngeld mit einem Zuschuss von 300€ Geschwisterbonus. Die Elternzeit kann man theoretisch auf 6 Jahre verlängern, bekommt aber wie bei einem „Einling“ auch nur ein bzw. zwei Jahre Geld. Da spart der Staat natürlich viel Geld. Wenn es aber ums bezahlen geht, wie z.B. Tagesmutterkosten, dann zählen sie als zwei vollwertige Kinder.</p>
<p><strong><em>9. Möchtet ihr noch weitere Kinder bekommen? </em></strong><br />
Nein. Zwischendurch hatten wir immer mal den Gedanken vielleicht ein drittes Kind zu bekommen. Haben uns aber dagegen entschieden. Wir sind vollends ausgelastet und glücklich mit den Jungs.</p>
<p><strong><em>Vielen Dank für das Interview!</em></strong></p>
<p>Weitere Intviews von und über <a href="https://familien-alltag.de/einblick-durchblick/">Famlien findet ihr hier </a></p>
</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Familien-Alltag mit Corona</title>
		<link>https://familien-alltag.de/familien-alltag-mit-corona/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2020 07:32:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<strong>Familien-Alltag mit Corona</strong>
Wie gehen Familien mit den Maßnahmen um? Hier ein kleiner Einblick in den Alltag einer Familie]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-2250"  class="panel-layout" ><div id="pg-2250-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2250-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2250-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-2250-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2250-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2250-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<h2>Familien-Alltag mit Corona</h2>
<p>Liebe Mandy,</p>
<p>schön, dass Du uns einen kleinen Einblick in Dein derzeitiges Familienleben ermöglichst. Für viele Familien hat sich das komplette Tagesgeschehen geändert und es ist interessant, wie die Eltern damit umgehen.</p>
<p><strong><em>1. Wie viele Personen leben bei Euch im Haushalt?<br />
</em></strong>Wir sind im moment zu viert. Meine 2 Kinder sind 4 und 9 Jahre alt.</p>
<p><strong><em>2. Seid Ihr beide berufstätig und wenn ja in welcher Branche?</em></strong><br />
Mein Mann arbeitet im Metallbau in Hamburg und ich im Kosmetikbereich (Mecklenburg Vorpommern).</p>
<p><strong><em>3. In wieweit seid Ihr von den Beschränkungen durch Corona betroffen?<br />
</em></strong>Ich musste 8 Wochen in die Kurzarbeit, da wir nicht arbeiten durften. Ab den 25.05.2020 gehen beide Kinder 1-2 Tage in die Schule bzw. Kita. Daher arbeite ich jetzt viel am Wochenende.</p>
<p><strong><em>4. Welche Herausforderungen müsst Ihr im Alltag stemmen?</em></strong><br />
Wir müssen die Arbeit, den Haushalt, die Kinderbetreuung bewältigen und nebenbei unsere Tochter beim Homeschooling unterstützen. Dazu kommt die Existenzangst, die uns stets im Alltag begleitet.</p>
<p><strong><em>5. Wie hoch ist Eure psychische Belastung?<img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-2270" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-5051835_1920-300x200.jpg" alt="" width="200" height="133" srcset="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-5051835_1920-300x200.jpg 300w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-5051835_1920-1024x683.jpg 1024w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-5051835_1920-768x512.jpg 768w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-5051835_1920-1536x1024.jpg 1536w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-5051835_1920-272x182.jpg 272w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-5051835_1920.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px" /><br />
</em></strong>Wenn man eine Skala nimmt von 1 (wenig) -10 (extrem hoch) landet meine Belastung auf 8, da alles an der Frau hängen bleibt.</p>
<p><em><strong>6. Haben die Beschränkungen auch gute Seiten?<br />
</strong></em>Den Tag konnten wir selbst gestalten und die Zeit genießen. Mussten aber Rücksicht auf meinen Mann nehmen, da er in Schichten arbeitet und vormittags auch schlafen musste. Gerade als Spielplätze noch zu waren, war dies eine Herausforderung für die ganze Familie.</p>
<p><em><strong>7. Auf welche Lockerungen hofft Ihr am meisten?<br />
</strong></em>Treffen mit Familie und Freunden.</p>
<p><strong><em>8. Wenn Du ein Gespräch mit den Entscheidern in der Politik führen könntest, was würdest Du Ihnen gerne sagen?<br />
</em></strong>Ich finde, dass die Einschränkungen teilweise unnötig sind, da es in unserer Region nur wenig Infizierte (wurden ja nicht alle getestet) gab. Dennoch halten wir uns gerne an die Abstands-und Hygieneregeln .</p>
<p><strong><em>Vielen Dank für das Interview!</em></strong></p>
<p>Möchtet Ihr ebenfalls zu der Corona-Krise interviewt werden? Dann meldet euch bei mir per Kontaktformular oder per Mail: <a href="mailto:info@familien-alltag.de" target="_blank" rel="noopener">info(a)familien-alltag.de</a> Weitere Artikel zu der <a href="https://familien-alltag.de/einblick-durchblick/">Corona-Krise findet ihr hier</a></p>
</div>
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		<title>Hüftdysplasie bei Säuglingen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 May 2020 14:51:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<strong>Hüftdysplasie bei Säuglingen</strong>
In diesem Artikel schildern wir unsere Erfahrungen mit der Hüftbeugeschiene bei unserer Tochter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-2119"  class="panel-layout" ><div id="pg-2119-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2119-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2119-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-2119-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-2119-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-2119-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<p class="Normal">Liebe Eltern,</p>
<p class="Normal">ich möchte Euch heute unsere Erfahrungen mit dem Thema „Hüftdysplasie“ bei Säuglingen schildern. Hier folgt zunächst eine kurze medizinische Exkursion:</p>
<h4 class="Normal">Was ist eine Hüftdysplasie:</h4>
<p class="Normal">Die Hüfte besteht aus einer Hüftgelenkspfanne, in dem ein Hüftgelenkskopf ausgerichtet<img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-2207" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_close-up-photo-of-baby-s-feet-3922060-300x200.jpg" alt="" width="150" height="100" srcset="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_close-up-photo-of-baby-s-feet-3922060-300x200.jpg 300w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_close-up-photo-of-baby-s-feet-3922060-1024x683.jpg 1024w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_close-up-photo-of-baby-s-feet-3922060-768x512.jpg 768w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_close-up-photo-of-baby-s-feet-3922060-1536x1024.jpg 1536w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_close-up-photo-of-baby-s-feet-3922060-272x182.jpg 272w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_close-up-photo-of-baby-s-feet-3922060.jpg 1800w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" /> ist. Bei Säuglingen besteht das Hüftgelenk noch aus Knorpeln und wird erst mit der Zeit durch Knochen ersetzt. Hier können unterschiedliche Fehlbildungen/Haltungen auftreten, z.B. dass das Gelenk nicht richtig in der Pfanne sitzt oder das Teile der Pfanne fehlen. Bei dem ersten Fall werden Winkel und Ausrichtung per Ultraschall (Hüftscreening) gemessen und dokumentiert, wie hoch der Grad der Fehlbildung ist. Man kann der Fehlhaltung mit folgenden Maßnahmen entgegenwirken:</p>
<p class="Normal">1. Breit wickeln (so dass die Beine gespreizt in einem bestimmten Winkel liegen)<br />
2. Tübinger Hüftbeugeschiene (Beine befinden sich durch eine feste Schiene in einer Winkelstellung)<br />
3. Gips (kompletter Gips der Beine, lediglich der Intimbereich zur Pflege bleibt offen)<br />
4. Operative Ergänzung</p>
<p class="Normal">Fehlen Teile der Pfanne wird neben den oben beschriebenen Maßnahmen eine Operation unvermeidbar sein. Hier haben wir allerdings keine Erfahrungen gesammelt, unsere Tochter hatte ledglich eine Fehlhaltung.</p>
<h4 class="Normal">Wie kommt es zu so einer Fehlbildung?</h4>
<p class="Normal">Dies kann verschiedene Gründe haben: genetische Veranlagung, Kaiserschnitt, Fehllage im Mutterleib, Mehrlingsschwangerschaften, Hormonolle Unterstützung während der Schwangerschaft, weitere neurologische oder körperliche Krankheiten.</p>
<p class="Normal">Bei uns kamen verschiedene Faktoren zusammmen: In der Schwangerschaft musste ich viel liegen und bekam das Hormon Progesteron. Auch war meine Tochter in Beckenendlage ausgerichtet und es wurde ein Kaiserschnitt gemacht. Unsere zweite Tochter hatte keine Hüftdysplasie, sie wurde spontan geboren und lag bereits im Mutterleib stets mit dem Kopf nach unten und hatte mehr Bewegungsfreiheit.</p>
<h4 class="Normal">Unsere Erfahrungen mit einer Hüftdysplasie</h4>
<p class="Normal" style="text-align: left;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-2209" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-in-white-and-pink-striped-long-sleeve-shirt-playing-3875114-200x300.jpg" alt="" width="150" height="225" srcset="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-in-white-and-pink-striped-long-sleeve-shirt-playing-3875114-200x300.jpg 200w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-in-white-and-pink-striped-long-sleeve-shirt-playing-3875114-683x1024.jpg 683w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-in-white-and-pink-striped-long-sleeve-shirt-playing-3875114-768x1152.jpg 768w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-in-white-and-pink-striped-long-sleeve-shirt-playing-3875114-1024x1536.jpg 1024w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-in-white-and-pink-striped-long-sleeve-shirt-playing-3875114.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px" />Als unsere älteste Tochter auf die Welt kam, wurde sie zunächst auf die Frühchenintensivstation verlegt, da sie bereits in der 35 SWS (34.1) geboren wurde. Nach 3 Tagen teilten uns die Ärzte nach einem Hüftultraschall die Diagnose Hüftdysplasie mit dem Typ 2b mit. Das hieß, dass das Hüftgelenk nicht im richtigen Winkel in der Pfanne saß und leicht rausgerückt war. Für uns erstmal neben den ganzen Eindrücken der Intensivstation ein Schock. Unser Kind sollte von nun an eine Hüftschiene bekommen, die nach Aussagen der Ärzte 23 Stunden am Tag getragen werden sollte. Das hieß Stillen, Kuscheln, Wickeln - alles mit der Schiene.</p>
<p class="Normal">Gerade, wenn man sein erstes Kind hat, sind alle Handgriffe rund um die Pflege noch sehr unbeholfen. Unsere Tochter war ja auch noch ein Frühchen, da war man zusätzlich sehr ängstlich. Ein Glück hatte sie bereits bei der Geburt 2480 Gramm und war von der Größe her viel stattlicher als viele der anderen Frühchen auf der Station. Das war für uns schon mal ein Vorteil.</p>
<p class="Normal">Wir zogen die Schiene immer über die Kleidung, ließen aber selbst im Krankenhaus beim Stillen und Wickeln die Schiene gelegentlich mal weg, weil es wirklich sehr hinderlich war. Ich wollte mein Kind auch mal direkt auf meine Haut legen, um die Bindung besser aufbauen zu können. Der Vorteil im Krankenhaus ist, dass man stets eine Schwester hatte, die einem helfen konnte, wenn es mit der Schiene Probleme gab. Doch als es hieß wir können nach Hause, hatten wir schon Bedenken und etwas Sorgen.</p>
<h4 class="Normal">Zu Hause mit der Hüftschiene</h4>
<p class="Normal">Bis zur nächsten U-Untersuchung sollte die Schiene getragen werden. Wir versuchten den Rat der Ärzte so oft es ging zu folgen. Doch je älter unsere Tochter wurde, desto mehr wehrte sie sich auch gegen die Schiene, besonders beim Anziehen und Einschlafen. Man wußte oft nicht, ob ihr Unwohlsein von der Schiene her rührte oder andere Ursachen hatte. Man war zwischenzeitlich ziemlich ratlos.</p>
<p class="Normal">Unsere Hebamme hielt nicht viel von dieser Behandlung und empfahl uns die Schiene so oft wie möglich wegzulassen und gleich auf Physiotherapie zu setzen. Sie beschrieb uns ein Beispiel einer Familie, wo die Fehlbildung rein mit Physiotherapie in den Griff bekommen wurde. Das Problem an der Schiene bestand nämlich, dass die Kinder keine Muskulatur in den Beinen und Gelenken aufbauten. Die Hüfte war zwar durch die Schiene gestützt, doch ließ man diese dann weg, fielen die Beinchen zusammen und somit stieg das Risiko, dass nach der Behandlung die Fehlbildung wieder kommen könnte. Außerdem war es oft der Fall, dass noch weitere Probleme im Rücken und in der Haltung bei den Kindern auftraten. Die Ärzte hielten dagegen, dass die Schiene solange benutzt werden sollte, bis die Knorpel ausgehärtet waren und man dann erst mit der Physio beginnen solle.</p>
<h4 class="Normal">Guter Rat teuer</h4>
<p class="Normal">Was sollte man nun als Eltern machen, wenn Ärzte und Hebammen nicht einer Meinung waren? Man hörte sich um, fragte andere Eltern, las viel im Internet, aber schlussendlich musste man für sich als Eltern eine Entscheidung treffen. Wir waren für die Gesundheit unseres Kindes verantwortlich. Das war schwer, man wollte doch das Beste für sein Kind und hatte weder die Erfahrung noch das medizinische Wissen.</p>
<p class="Normal">Wir entschieden uns für die goldene Mitte. Das hieß: unsere Tochter trug die Schiene ca. 16 Stunden am Tag. Bei der Pflege machten wir sie ab und wenn sie Nachts zu sehr weinte auch. Parallel ließen wir sie durch eine Kinder-Physiotherapeutin behandeln und machten stets die uns aufgetragenen Übungen zu Hause, auch wenn unsere Tochter nicht sehr begeistert davon war.</p>
<p class="Normal">Nach 3 Monaten wurde dann bei einer erneuten Hüftuntersuchung die richtigen Winkel-Kennzahlen gemessen und wird durften endlich die Schiene weglassen. Wir waren sehr erleichtert</p>
<h4 class="Normal">Nachkontrolle</h4>
<p class="Normal">Jedes Jahr ließen wir unsere Tochter von unserer Physiotherapeutin anschauen, ob Laufbild und Ausrichtung der Beine ok waren. Mit 3 Jahren haben wir in Hamburg ein Röntgenbild anfertigen lassen, aber ein Glück war alles in Ordnung. Eine Nachkontrolle sollte immer erfolgen, auch noch im Schuldkindalter.</p>
<h4 class="Normal">Unser Rat</h4>
<p class="Normal">Informiert euch über die Krankheit und holt euch auch eine Zweitmeinung ein. Ärzte, Hebammen, Physiotherapeuten, alle haben ihre ganz eigenen Erfahrungen gemacht. Doch schlussendlich tragt ihr die Verantwortung für euer Kind. Wir haben verschiedene Methoden in die Heilung unserer Tochter einfließen lassen. Das hätte aber auch schief gehen können. Wir haben zum einen auf unser Bauchgefühl gehört, zum anderen die Vor- und Nachteile jeder Methode gegeneinander abgewogen. Ein schwieriger Prozess, gerade wenn man das erste Kind hat und sowieso von allen Eindrücken überschwemmt wird. Doch wir können Euch versichern, ist die Krise erstmal überstanden, kann man das Elternsein auch genießen!</p>
<p class="Normal">
</div>
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		<title>Schwanger in der Corona-Krise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 09:11:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://familien-alltag.de/?p=1893</guid>

					<description><![CDATA[<strong>Schwanger in der Corona-Krise</strong>
Schauen wir mal in den Alltag einer Schwangeren, in einer Zeit von großer Verunsicherung]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-1893"  class="panel-layout" ><div id="pg-1893-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-1893-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-1893-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-1893-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-1893-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-1893-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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	<h2>Schwanger in der Corona-Krise</h2>
<p>Liebe Nicole,</p>
<p>ich freue mich Dir ein paar Fragen zum Alltag einer Schwangeren in der Corona-Zeit stellen zu können.</p>
<p><strong><em>Zunächst ein Mal herzlichen Glückwunsch, in welchem Monat bist du denn und wann ist der voraussichtliche Geburtstermin?<br />
</em></strong>Hey Christiane,<br />
danke für die Glückwünsche, wir freuen uns sehr! Ich bin derzeit in der 28. Woche, also im 8. Monat. (Stand 7.5.2020). Der ET wurde für Anfang August errechnet.</p>
<p><strong><em>2. Hast du bereits Kinder, wenn ja wie viele?</em></strong><br />
Ja, wir haben 2 Kinder. Mein Sohn ist 4 und meine Tochter 2 Jahre alt.</p>
<p><strong><em>3. Deine Kinder sind ja derzeit zu Hause, weil die Kitas geschlossen sind, welche Herausforderungen musst du im Moment stemmen? Hast du Untertsützung seitens der Familie oder Freunde?</em></strong><br />
Genau, wir bestreiten jetzt seit 8 Wochen den Krippen- und <img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1954 size-thumbnail alignright" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_woman-in-the-kitchen-preparing-to-cook-2890387-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Kitalltag zu Hause. Da bin ich besonders gefordert, ich bin Mutter, Hausfrau, Erzieherin, Spielgefährte, Köchin, Putzfrau, Organisatorin in einer Person. Da komme ich manchmal schon sehr an meine Grenzen. Gerade, weil ich durch die Schwangerschaft körperlich und z.T. geistig 🙂 nicht mehr so fit bin.</p>
<p>Bis vor einer Woche konnte mich mein Mann wenigstens im 14-tägigen Wechsel unterstützen. Seit dieser Woche ist er wieder voll im Berufsleben eingespannt. Und Unterstützung von außen war ja bis vor ein paar Tagen nicht zulässig.</p>
<p><strong><em>4. Hast du trotz Corona-Beschränkungen regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen? Gibt es da Besonderheiten?</em></strong><br />
Ja, meine Vorsorgetermine finden regelmäßig, wie vorgesehen, statt. Es gibt gewisse Schutzmaßnahmen, die eingehalten werden müssen. Verzicht auf Händeschütteln, <img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1969" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_baby-18937_19203-200x300.jpg" alt="" width="133" height="200" srcset="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_baby-18937_19203-200x300.jpg 200w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_baby-18937_19203-683x1024.jpg 683w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_baby-18937_19203-768x1152.jpg 768w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_baby-18937_19203-1024x1536.jpg 1024w, https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_baby-18937_19203.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 133px) 100vw, 133px" />Tragen von Nasen-Mundschutz-Masken, Hände waschen / desinfizieren beim Betreten und Verlassen der Praxis/Klinik, Abstandsgebot von mind. 1,5m zur nächsten Person. Und leider dürfen mich in dieser Zeit mein Mann und unsere Kinder nicht begleiten. Man merkt, dass die umgebenden Personen, wahrscheinlich auch ich selbst, sich verhaltener Benehmen. Der Körperkontakt und Aufenthalt wird aufs Wesentliche beschränkt. Ist ja auch zu Verstehen. Aber, ich muss sagen, dass ich mir bisher nie "Nicht Willkommen" vorgekommen bin.</p>
<p><strong><em>5. Hebammen sind ja im Moment schwer zu bekommen. Hast du schon eine gefunden?</em></strong><br />
Ich bin froh, dass ich mich frühstmöglich um eine Hebamme bemüht habe.<br />
Ja, wir haben eine sehr nette Hebamme für die Wochenbettbetreung gefunden.<br />
Sie steht momentan gern zur telefonischen Beratung für uns zur Seite.</p>
<p><em><strong>6. Weißt du bereits in welchem Krankenhaus du entbinden wirst und ob dein Mann dabei sein kann? Welche Ängste hast du eventuell im Hinblick auf die Geburt?</strong></em><br />
Ich hatte in einer nahegelegenen Klinik meinen Termin zum Organultraschall. Dort bin ich jetzt als Patientin registriert und für die Geburt vorgemerkt.<br />
Wir wollten uns eigentlich bei den Infoveranstaltungen rund um die Geburt ein Bild von einer weiteren Klinik machen. Aufgrund der derzeitigen Lage finden diese Veranstaltungen verständlicher Weise leider nicht statt. Ich kann jederzeit in der Klinik vorstellig werden und bei Fragen mich auch auf der Station mit den Hebammen telefonisch in Verbindung setzen.</p>
<p>Derzeit könnte mein Mann im Kreissaal bei der Geburt dabei sein. Sobald es aber auf die Station geht, sind jegliche Besuche untersagt. So der Stand der Dinge.<br />
Wir hoffen aber, dass sich die Lage bis zur Geburt wesentlich entschärft hat und wir, wie auch bei unseren anderen Kindern, die Geburt und die Zeit auf der Station gemeinsam genießen können. Es gäbe dann auch die Möglichkeit ein Familienzimmer zu bekommen. So dass wir ungestört, auch für alle anderen 🙂 unser Glück genießen könnten.</p>
<p>Meine große Sorge ist die, dass meine Mama nicht zu uns reisen darf, um auf unsere beiden anderen Kinder aufzupassen, wenn es mit der Geburt losgeht. Sie wohnt in Brandenburg und wir in Bayern. Wir sind erst im Herbst hergezogen und sind gerade  dabei uns ein neues, soziales Netzwerk / Umfeld zu schaffen. Die aktuelle Lage macht die Sache nicht einfacher. Da ja bis vor kurzem jeglicher Kontakt untersagt war.<br />
Bei meiner Mama sind wir uns einfach sicher, das die zwei Kids gut versorgt wären und vor allem, sie auch ihre Oma voll und ganz akzeptieren würden.<br />
Wenn das nicht klappen sollte, wäre es wahrscheinlich, dass mich ein Rettungswagen allein ins Krankenhaus fahren müsste, damit mein Mann auf die Kinder aufpassen kann.</p>
<p><em><strong>7. Kannst du die Schwangerschaft genießen oder hast du mehr Sorgen, als in den anderen Schwangerschaften?</strong></em><br />
Klar genieße ich die Schwangerschaft, zwar anders als die erste, weil ich als Mama an <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1953 size-thumbnail" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/05/K1600_photo-of-woman-playing-with-her-kids-3806957-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />allen Ecken und Enden, zu jeder Zeit gefordert werde. Und gerade jetzt, wo ich eh total eingebunden bin, ist es schwierig sich „nur“ auf die Schwangerschaft zu konzentrieren. Was mit schon vorhandenen Kindern ja eh nicht machbar ist.</p>
<p>Ich versuche mir immer mal wieder kleine Momente der Entspannung freizuschaufeln. Aber im Prinzip habe ich die Abende ab 20.30h zur freien Verfügung. Zumindest kann ich dann die Beine lang machen und entspannen. Theoretisch, praktisch nicht immer.<br />
Es gibt genug, was unter Tag auch liegen bleibt. Wozu man mit Kinder nicht kommt. Ich schaufle mir auch schon tagsüber immer mal wieder Zeit für Haushalt - im großen Sinne, frei. Erledigungen außer Haus, gehen eh nur, wenn mein Mann zu Hause ist. Denn wir nehmen die Kinder derzeit nicht zum Einkaufen mit.</p>
<p>Als die Kinder in der Kita waren, habe ich solche Dinge rund um den Haushalt am Vormittag erledigt. Ich habe mir auch eine Mittagsruhe gegönnt. Und hatte somit am Nachmittag Zeit mit den Kindern etwas zu machen.<br />
Direkt Sorgen mache ich mir nur dahingehend, dass ich hoffe, wir bleiben alle gesund und fit. Und die Schwangerschaft verläuft normal wie geplant ab. Ebenfalls wäre es schön, dass wir immer wieder Momente für den gemeinsamen Genuss finden können!</p>
<p><strong><em>8. Fühlst du dich seitens der Politik ausreichend geschützt oder unterstützt? Wenn nicht, warum?</em></strong><br />
Naja, geschützt ist schwierig. Es wird ja auch an die eigene Vernunft appelliert und an den normalen Menschenverstand. Und ich / wir verhalten uns lieber zurückhaltender, als zu forsch. Auch wenn die Auflagen gut gelockert worden sind, möchten wir nicht gleich in die Vollen gehen. Ich könnte mir, trotzt erheblicher Erleichterung, nicht vorstellen unsere Kinder „morgen“ wieder von 0 auf 100 in die Kita zu bringen. Ich hätte kein gutes Gefühl dabei. Die Kinder, besonders der Große, bräuchten es total, aber sie sind sich dem Ernst der Lage nicht bewusst und verhalten sich halt wie Kinder - zügellos, ohne Nachzudenken, einfach drauf los, endlich wieder Spielen, Toben und ausgelassen<br />
mit den Freunden in der Kita sein.</p>
<p>Ich denke, wenn man will, wird man auf allen möglichen Plattformen gut informiert, aber man kann sich auch verrückt machen lassen. Man muss halt schauen, den eigenen Horizont nicht zu verlieren und mit seinen geschärften Sinnen durch die Welt zu<br />
gehen, mit einem Gespür für das "Nichts" da draußen. Sich nicht verrückt machen zu lassen und so gut es geht die Kinder und sich selbst zu schützen und nicht unnütz einer Gefahr auszusetzen...</p>
<p><strong><em>Vielen Dank für das Interview!</em></strong></p>
<p>Weitere Artikel zu der <a href="https://familien-alltag.de/einblick-durchblick/">Corona-Krise findet ihr hier</a></p>
</div>
</div></div></div></div><div id="pg-1893-2"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-1893-2-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-1893-2-0-0" class="so-panel widget widget_sow-editor panel-first-child panel-last-child" data-index="2" ><div
			
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			</item>
		<item>
		<title>Vom Corona-Schock und Einzelkämpfer</title>
		<link>https://familien-alltag.de/vom-corona-schock-und-einzelkaempfer/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christiane]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 18 Apr 2020 17:30:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Einblick]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://familien-alltag.de/?p=1190</guid>

					<description><![CDATA[<strong>Vom Corona-Schock und Einzelkämpfer</strong>
Eine Schilderung der Erlebnisse der letzten Wochen und Wünsche für die nächsten Monate]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div id="pl-1190"  class="panel-layout" ><div id="pg-1190-0"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-1190-0-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-1190-0-0-0" class="so-panel widget widget_shariff Shariff panel-first-child panel-last-child" data-index="0"></div></div></div><div id="pg-1190-1"  class="panel-grid panel-no-style" ><div id="pgc-1190-1-0"  class="panel-grid-cell" ><div id="panel-1190-1-0-0" class="so-panel widget widget_sow-headline panel-first-child panel-last-child" data-index="1" ><div
			
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							<h2 class="sow-headline">
						Vom Corona-Schock und Einzelkämpfer						</h2>
						</div>
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	<p>Es sind nun ein paar Tage nach der Botschaft der <strong>verlängerten Corona-Maßnahmen</strong> ins Land gestrichen. Haben sich Familien schon <strong>erholt</strong> oder bereits <strong>resigniert</strong> oder vielleicht <strong>gefreut</strong>? Ich selber habe die Nachrichten recht übellaunig aufgefasst. 5 Monate die Kinder zu Hause betreuen, dabei die eigene Arbeit in den Schatten stellen und die individuellen Bedürfnisse sowieso. Dabei geht es uns noch gut: mein Mann arbeitet komplett im HomeOffice mit einer fast "stabilen" Technik, ich muss nicht unbedingt arbeiten - nur für mein Seelenheil und die Kids haben neben Garten, Wiese, Wald auch einen Schlecht-Wetter-Spielekeller, den wir bei dem guten Wetter gar nicht benötigen. Trotzdem ist auch bei uns die Anspannung zu fühlen, je nach dem wie gerade die Ansprüche an<strong> Förderung der Kinder, Haushalt und Arbeitsgestaltung</strong> sind.</p>
<h4>Harte Probe für viele Familien</h4>
<p>Doch die Situation trifft andere Menschen sehr, sehr hart und treibt die Familien an die Grenzen der Belastbarkeit. Dennoch werden viele Probleme in den Medien gar nicht oder nur kaum behandelt. Daher möchte ich mir mal alles von der Seele schreiben, was ich in den letzten Wochen in Gesprächen mit Freunden, Nachbarn, Zufallsbekanntschaften und Familienangehörigen (beim Einkaufen, zufälliges Treffen beim Spazierengehen, Handy, Videochat und/oder Telefonaten) erfahren habe.</p>
<h4>Das Gefühl, jeder ist ein Einzelkämpfer</h4>
<p>Hier folgt mal die erste Bestandsaufnahme der letzten Wochen, bevor ich meine Meinung dazu kundtun möchte, werde ich erstmal die Erfahrungen meiner Mitmenschen schildern und später darauf eingehen:</p>
<h4>Erzieher</h4>
<p>Gestern war ich mit meinen Kindern im Arche-Park bei Lüneburg spazieren und mir kam eine Notfallbetreuungsgruppe einer Krippe entgegen. Die eine Erzieherin beschwerte sich, dass sie keinen Mundschutz und keine Handschuhe tragen dürfe, obwohl ja bei den Kleinsten eine erhöhte Gefahr bestehe angeniest zu werden. Daher trage sie immer die Angst mit nach Hause ihre eigene Familie durch die Arbeit anzustecken. Da meist diejenigen Kinder in den Notfallgruppen anzutreffen sind, deren Eltern ggf. zu den Berufsgruppen mit erhöhtem Ansteckungspotenzial gehören.</p>
<h4>Selbstständige</h4>
<p>Viele Selbstständige kämpfen im Moment um ihre Existenz. Die Bereitschaft der Eltern für Leistungen zu zahlen (Musikunterricht, Reitunterricht etc.), die sie nicht in Anspruch nehmen können, sinkt von Woche zu Woche. Doch meistens geschieht das nicht aus bösem Wille, sondern weil viele Eltern selber hohe finanzielle Einbußen durch Kurzarbeit, Kündigung oder unbezahltem Urlaub in Kauf nehmen müssen. Doch wovon sollen denn Selbstständige noch leben und ihre eigenen Kinder versorgen? Das Verständnis fehlt oft auf beiden Seiten und hier geht der Kampf zwischen Dienstleister und Familien in die nächste Runde - was zusätzlich Kräfte zerrt.</p>
<h4>Berufstätige Eltern</h4>
<p>Im Bekanntenkreis bekommt ein Elternteil weder HomeOffice noch eine andere Lösung angeboten, um Kind und Arbeit unter einen Hut zu bekommen. Und das obwohl der <img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1215 size-thumbnail" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/04/K1600_woman-wearing-collared-top-3094210-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Arbeitgeber eine öffentliche Institution ist und selber bei anderen Firmen um Verständnis und Flexibilität gegenüber dem Arbeitnehmer bittet. Das heißt die Mutter muss nicht nur Kinderbetreuung, Arbeit und Haushalt managen, sondern organisatorische Wunderleistungen vollbringen. Die Virulogen warnen davor, Großeltern in die Betreuung einzubinden oder alternative Gruppen zu bilden.</p>
<p>Doch welche andere Möglichkeiten bleiben den Eltern? Sie wollen sich, ihre Kinder und andere doch auch schützen, aber ohne Job - kein Geld und keine Grundversorgung. Man muss die momentane Lage beachten, sowie für die Zukunft vorsorgen.</p>
<p><strong><em>An diesen kurzen Beispielen erkennt man gleich - i.d.R. "stirbt jeder für sich allein!" Das sind jetzt Einzelfälle und Momentaufnahmen - natürlich hört man auch von sehr flexiblen Arbeitgebern, Kitas - die wahre wunderwerke an Betreuungsangebote für die Eltern auf die Beine stellen und vieles mehr.</em></strong></p>
<h4>Welche Probleme gibt es noch? Die Psyche!</h4>
<h4>Kinder</h4>
<p>Ich gehe mal vorwiegend auf Krippen und Kindergartenkinder ein, weil die mir in den Medien im Moment zu wenig behandelt werden.<br />
Eine Kindertagesstätte hat viel mehr Aufgaben als einfach nur die Kinder der Familien zu beaufsichtigen. Hier können die Kinder mit Gleichaltrigen spielen, sie lernen soziale Verhaltensweisen und werden individuell gefördert. Bei bildungsfernen Familien trifft es Kinder besonders hart, wenn diese nicht in den Kindergarten gehen können, um gemeinsam zu lernen und gefördert zu werden. Ein weiterer Aspekt ist eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung, welche in Kitas i.d.R. angeboten wird.</p>
<h5>Einzelkinder sind alleine</h5>
<p>Auch Einzelkinder haben es schwerer, als Familien mit mehreren Kindern. Sie sind den ganzen Tag von <img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-1216 size-thumbnail" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/04/K1600_girl-4967210_1920-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Erwachsenen umgeben, die vielleicht sogar arbeiten müssen und kaum Zeit für den Sprössling haben. Förderung ist hier beinahe ausgeschlossen. Und das Problem geht nach der Wiedereröffnung weiter: denn ein Großteil der Kinder, besonders in der Krippe, müssen erneut eingewöhnt werden, zusätzlich zu denjenigen, die im Sommer 2020 ganz neu in die Krippe gehen sollen.</p>
<p><strong><em>Stellt euch mal eine Eingwöhnung in einer Krippe mit 10 Kindern zwischen 1 und 2 Jahren gleichzeitig auf drei Erziehern vor - da ist Chaos und Streit zwischen Eltern und Erziehern vorprogrammiert - leidtragend ist das seelische Wohl der Kids.</em></strong></p>
<h4>Familien - Urlaube und Kuren</h4>
<p>Eltern müssen jetzt bereits ihren gesamten Urlaub aufbrauchen. Aber nicht für schöne Reisen oder erholsame Ausflüge - sondern um einfach den Alltag bestreiten zu können. Mitte des Jahres dürfte nicht nur das Urlaubs- und Überstundenkonto leer sein, sondern die Kraftreserven ebenso. Doch bei manchen Familien sind sie bereits vor der Corona-Krise schon am Limit gewesen. Wieviele Personen haben Eltern-Kind-Kuren oder Reha Maßnahmen dieses Jahr gebucht, die zum Teil nicht mehr angetreten werden können?<br />
Da hat man sich monatelang durch alle bürokratischen Hürden gekämpft (Arztbesuche, Gespräche mit der Krankenkasse etc.) und jetzt?</p>
<p>Dazu kommt, dass die Eltern tagtäglich von einem schlechtem Gewissen begleitet werden - wenn sie Arbeit, Hauhalt und Kinder stemmen müssen, gefühlt alles zu kurz kommt und ihnen die Zeit fehlt individuell auf die Kids einzugehen. Es kommt zu Streitigkeiten, Mißmutigkeit auf beiden Seiten. Das zerrt an den Nerven und führt zu schlaflosen Nächte der Eltern, die hier eigentlich die Kraftreserven auffüllen müssen.</p>
<p><strong><em>Wenn es dann von den Politikern im Fernsehen heißt die Familien sollen Geduld und Verständnis für die Maßnahmen aufbringen, kann ich es verstehen, wenn viele eher mit Wut, Verzweiflung oder Ohnmacht reagieren.</em></strong></p>
<h4>Maßnahmen zu Sicherung sind Wichtig!</h4>
<p>Versteht mich jetzt nicht falsch - <strong>Maßnahmen gegen die Ausbreitung von Corona und das Schützen der Bevölkerung ist elementar wichtig</strong> und man sieht an den Daten von Deutschland, dass wir noch Glück haben bzw. frühzeitig gehandelt wurde und wir im Verhältnis zu vielen anderen Ländern, wo es einfach nur ums nackte Überleben geht, noch gut dastehen. Vielleicht machen wir uns auch deshalb Gedanken um andere Sachen - weil der größte Teil der Bevölkerung noch nicht mit Corona und den Auswirkungen in Berührung gekommen ist.</p>
<p>Doch sollen wir dann einfach unsere <strong>Probleme verdrängen</strong>? Wann ist der Zeitpunkt sich ihnen zu stellen, um ein <strong>Leben während und nach der Krise</strong> erfolgreich managen zu können? Dürfen Eltern über ihre <strong>Probleme offen reden</strong> oder trauen sie sich nicht, aus Angst das man ihnen vorwirft die momentane Lage nicht ernst zu nehmen oder selbstsüchtig zu handeln?</p>
<h4>Was mir zu der Gesamtsituation fehlt ist folgendes:</h4>
<blockquote>
<p><strong><em>Kommunikation, Empathie und die Bereitschaft Kompromisse zu schließen</em></strong></p>
</blockquote>
<p>Nicht nur Poltiker auf Landes- und Bundesebene müssen bessere Konzepte entwickeln, auch die Gemeinden, die öffentlichen Einrichtungen und Arbeitgeber - am besten in Abstimmung mit allen Beteiligten - sind gefordert.</p>
<h4>Beispiel Kitas:</h4>
<p>Mein Wunsch ist, dass sich Gemeinden/Bezirke mit Elternvertreter und Einrichtungen zusammen setzen (per Video, Telefon, Mail etc.), um Konzepte zu entwickeln, womit alle gut Leben können. Die Eltern darüber informieren, dass hier ein Prozess im Gange ist, damit man auch weiß, es wird sich dem Thema angenommen. Eine vorherige Bestandsaufnahme durch  Umfragen wäre nützlich und im digitalen Zeitalter auch möglich. Vielleicht geht es ja den meisten Menschen gut und man hört nur vereinzelt schlechte Beispiele in den Medien oder ist es genau umgekehrt, dass es dem größeren Anteil der Bevölkerung schlecht geht, aber niemand sich traut seine Stimme zu erheben bzw. die einzelnen Stimmen verhallen?</p>
<h4>Was möchte man im Falle der Kitas erreichen:</h4>
<p>- ausreichend Schutz für Erzieher<br />
- Entlastung der Eltern<br />
- Förderung der Kinder</p>
<p>Wenn zum Beispiel Erzieher Einweghandschuhe und einen Mundschutz tragen möchten, sollen sie dies auch dürfen (gilt übrigens auch für Verkäuferinnen und andere Berufsgruppen). Das Argument Kinder könnten sich dann ängstigen, ist für mich keins. Die Kleinen müssen im Moment auch lernen, dass sie ihre Großeltern nicht besuchen oder umarmen können. Dass sie Abstand zu anderen Kindern halten sollen. Wenn man ihnen die Notwendigkeit von Schutzausrüstungen erklärt, werden sie es verstehen. Das ist besser als sie von allen Einrichtungen fern zu halten. Denn gem. den Experten wird Corona nicht verschwinden - diese und viele weitere Krankheiten werden uns lebenslang begleiten. Es gehört zum Leben dazu.</p>
<p>Ich habe selber beim Wickeln oder der Pflege meiner Töchter oft Handschuhe getragen, weil ich Neurodermitis habe und das viele Händewaschen meiner Haut erheblich schadete. Meine Kinder waren anfangs vielleicht irritiert oder neugierig - doch das vergeht mit der Zeit.</p>
<p><strong><em>Zur Kita zurück:</em> </strong>Manche Einrichtungen zeigen hier großen Einsatz: Haben einen Newsletter ins Leben gerufen, stellen wöchentlich Videos und Spiele auf der Webseite vor und halten unter anderem so einen engen Kontakt zu den Kindern. Man bekommt durch die daraus entstehende Interaktion auch mit, welche Familien wirklich Unterstützung brauchen und Erzieher können gemeinsam mit den Eltern Konzepte entwickeln, für eine schrittweise Eröffnung der Einrichtungen. Die <strong><em>Bereitschaft</em> </strong>muss nur von <strong><em>beiden Seiten</em></strong> gegeben sein. Und nicht erst, wenn die Bundes- oder Landesregierung grünes Licht gibt - sondern <strong>das Konzept muss bereits vorher stehen, damit es sofort in Kraft treten kann!</strong></p>
<p>Da so ein Konzept nicht nur Hygienevorschriften beinhalten sollte, sondern auch andere Aspekte z.B. Handhabung der Eingewöhnung. Vielleicht werden so alternative Lösungswege gefunden, die eine schnellere und reibungslosere Öffnung der Einrichtung für alle Kinder ermöglicht.</p>
<h4>Ärzte, Krankenschwester und Pflegepersonal</h4>
<p>Hier habe ich noch mal ein persönliches Anliegen: Viele Menschen haben applaudiert für den Einsatz unseres Pflegepersonals. Ich bin etwas skeptisch diesen Aktionen gegenüber, denn was ich mir von den Politikern, aber auch von jedem Einzelnen, wirklich wünsche ist folgendes:</p>
<p>- bessere Arbeitsbedigungen<br />
- höhere Entlohnungen<br />
- Wertschätzung der Bevölkerung gegenüber Pflegepersonal und Einsatzkräften</p>
<p>Die ersten Punkte liegen klar in den Händen der Politik und der Verwaltung der jewiligen Einrichtung. Doch letzteres kann von jedem Einzelnen erbracht werden, der schon mal im Krankenhaus oder anderen Pflegeeinrichtungen war.<br />
Durch mehrere Schicksalsschläge der letzten Jahre habe ich öfters im Krankenhaus auf verschiedenen Stationen gelegen.  Dort habe ich erlebt, dass die Patienten sich manchmal sehr unhöflich und abschätzend den Schwestern und Ärzten gegenüber benommen haben. Sie beklagen, dass ihre individuellen Bedürfnisse und ihre psychischen Probleme nicht behandelt werden.</p>
<p>Es stimmt, dass oft ein Konzept für die individuelle und psychologische Betreuung auf Stationen fehlt (StrokeUnit, Intensiv, Krebsstation etc.). Aber dafür können die Ärzte und die Schwestern nichts. Sie arbeiten hart an der Grenze der Belastbarkeit, zeitens sogar übermenschlich mit dem Ziel, die Menschen bestmöglich zu versorgen und bekommen dafür noch nicht mal die entsprechende Bezahlung. Natürlich befinden sich die Patienten in einem außergewöhnlichem Notzustand, wo klares Denken manchmal sehr schwer fällt. Doch wenn man Verständnis für seine Mitmenschen aufbringt, kann man davon auch profitieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-1217 size-thumbnail" src="https://familien-alltag.de/wp-content/uploads/2020/04/K1600_ground-group-growth-hands-461049-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" />Verhalte ich mich gegenüber dem Pflegepersonal mit dem nötigen Respekt und zeige hin und wieder Dankbarkeit, hilft das die Arbeits-Atmosphäre zu verbessern. Pfleger können Kraft und Freude daraus ziehen und der Berufsstand bekommt mehr Anerkennung und Wertschätzung. Uns fehlt Pflegepersonal - dann sollten wir sie gut behandeln und entsprechend bezahlen! Dann kommt es auch zu weniger Fehlentscheidungen oder unzureichende Behandlungen, die durch Überlastung entstehen. Denkt immer daran - eine Hand wäscht die andere!</p>
<h4>Hat die Corona-Krise auch gute Seiten?</h4>
<p>Zu guter Letzt auch mal was Positives. Denn den Familien geht es nicht nur schlecht. In Gesprächen hört man ebenso oft, dass sich viele Eltern vom Termindruck befreit fühlen. Die Zeitakrobatik in der Woche, um die Kinder zu ihren unterschiedlichen nachmittäglichen Kursen und Unterrichten zu fahren, fällt weg. Auch die Wochenenden sind frei von "Pflichtbesuchen" bei Angehörigen oder Bekannten. Hier fehlt vielleicht die Möglichkeit Zoos und Vergnügungsparks zu besuchen - doch man entdeckt den heimischen Wald und die nähere Umgebung. Die Familien rücken näher zusammen und sind befreit von dem selbtverantworteten "Freizeitstress". Kreative Ideen werden geboren zum Beispiel Challenges der Nachbarschaft (oder des gesamten Dorfes) über WhatsApp und Facebook.</p>
<p><strong><em>Wir machen in den nächsten Wochen und Monaten gute, aber auch schlechte Erfahrungen - trotz Abstandsregeln sollten wir gemeinschaftlich zusammenrücken und mit Kommunikation und Zusammenhalt Wege finden, den Alltag für alle bestmöglich zu gestalten.</em></strong></p>
<p>Dieser Bericht beruht auf meiner subjektiven Sicht und soll euch anregen - gerne hier per Kommentar oder eigenen Bericht - mal eure Meinungen und Erlebnisse zu schildern! Lasst euren Wünschen, Gedanken und Ängsten freien Lauf...</p>
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